0
Malerische Küstenstadt: Piran mit seinen historischen Bauten gehört zu den schönsten Orten Sloweniens. - © Ulrich Ganitta
Malerische Küstenstadt: Piran mit seinen historischen Bauten gehört zu den schönsten Orten Sloweniens. | © Ulrich Ganitta

Slowenien Geheimtipp an der Adria

Adria-Küste, Karsthöhlen und Pferdegestüt: Slowenien zählt zu den eher unbekannten Urlaubsländern. Es wird Zeit, das zu ändern, denn vor allem der Westen des Landes bedient viele Geschmäcker.

Cornelia Ganitta
23.05.2020 | Stand 22.05.2020, 19:14 Uhr

Slowenien? Kenn’ ich nur von der Durchreise nach Kroatien", war der einhellige Tenor auf meine Ankündigung einer Reise in den Balkan-Staat. Ich selbst hatte immer eine Vorstellung von Slowenien als Ski- und Wanderparadies, dazu Wildwasserfahren und ähnliche Funsport-Arten – kurz, alles was das Abenteurerherz begehrt. Dass aber Slowenien auch eine Küste hat, war in meinem Bewusstsein noch nicht angekommen. Viel ist es nicht: 47 Kilometer sind 20 weniger als die unseres Nachbarlandes Belgien. Und doch kann der kleine Küstenstreifen im Südwesten des Landes, „eingeklemmt" zwischen Italien und Kroatien, mit Besonderheiten aufwarten. Allen voran Piran, knapp 40 Kilometer südlich von Triest, das sich als wahre Perle an der Adria erweist. Hier bin ich mit meiner Familie für eine kleine Auszeit gelandet. Von unserem Quartier in Hanglage haben wir einen wundervollen Blick auf Hafen und Stadt. Sofort fällt der Campanile ins Auge, der noch aus der italienischen Herrschaft rührt. Fast 500 Jahre lang (1283 bis 1797) hatten hier die Venezianer das Sagen. Bei einer Stadtführung erfahren wir, dass Guiseppe Tartini als Sohn des Verwalters der Salzmühlen 1692 in Piran geboren wurde und später als berühmter Komponist, Violinist und Musiklehrer zum Sohn der Stadt avancierte. „Er spielte die Geige so virtuos, dass ihn alle nur den Teufelsgeiger nannten", erzählt Marko Korošec, der im Sommer hier Stadtführer ist und im Winter als Skilehrer in den Julischen Alpen arbeitet. Ihm ist das große Denkmal auf dem nach ihm benannten Tartini-Platz gewidmet. Bis in die 1990er Jahre diente er noch als Parkplatz. Für den Gipfel der G7-Staaten 1997 wurde er von dem serbischen Architekten Boris Podrecca umgebaut. Die heutige, mit hellem Stein bedeckte Ellipse wird umrahmt von Cafés und Palazzi und ist zu einem beliebten Treffpunkt geworden.

Newsletter abonnieren

Update zum Mittag

Die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe zum Ausbruch von Covid-19 und Neuigkeiten aus OWL und der Welt.

Wunderbar. Fast geschafft!

realisiert durch evolver group