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Sehnsuchtsort Mallorca: Eine Frau genießt den Strandurlaub auf der Mittelmeerinsel. - © picture alliance/dpa
Sehnsuchtsort Mallorca: Eine Frau genießt den Strandurlaub auf der Mittelmeerinsel. | © picture alliance/dpa

Vor Gericht Riesenzoff um "Malle"

Ein Unternehmer hat sich den Begriff „Malle“ schützen lassen und geht nun gegen alle vor, die das Wort kommerziell verwenden. Richter in Düsseldorf müssen nun klären, wer im Recht ist.

15.11.2019 | Stand 15.11.2019, 06:22 Uhr

Düsseldorf (lnw). An Mallorca scheiden sich von jeher die Geister. Zu voll oder wunderschön. Ballermann oder Traumstrand. Jetzt landet der Zoff gar vor Gericht. Am Düsseldorfer Landgericht wird am Freitag über den Begriff „Malle" gestritten. Ein Unternehmer aus Hilden bei Düsseldorf hatte sich die Wortschöpfung als Marke schützen lassen und war dann mit Abmahnungen gegen Leute vorgegangen, die das Wort zu kommerziellen Zwecken nutzen (Az.: 38 O 141/19). Malle für alle So verlangte er von einem Gastronom aus Aschaffenburg Lizenzgebühren in Höhe von 600 bis 900 Euro für dessen Partys unter dem Motto „Malle für alle". Der Gastronom weigerte sich: „Malle" sei die gängige Abkürzung für die Ferieninsel Mallorca. Geographische Begriffe könnten nicht als Marke geschützt werden. Auch eine Wirtin in Essen bekam Partys wie „Malle total" nachträglich in Rechnung gestellt. Der Hildener pocht auf seinen Markenschutz, den er sich mit einem Eintrag beim Europäischen Markenamt in Alicante verschafft hat. Dort sollen inzwischen aber auch mehrere Anträge liegen, die Marke „Malle" zu löschen.

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