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Gerade jetzt, wo viele im Homeoffice arbeiten, gilt es, sich vor Hackern zu schützen. - © Symbolbild: Pixabay
Gerade jetzt, wo viele im Homeoffice arbeiten, gilt es, sich vor Hackern zu schützen. | © Symbolbild: Pixabay

Ukraine-Krieg Hackerangriffe möglich: Wie man bei sich zuhause für IT-Sicherheit sorgt

Soziale Medien, Homeoffice, Smart Home: Auch Privatpersonen bieten inzwischen diverse Angriffsmöglichkeiten für Hacker. Dass diese gerade sehr aggressiv vorgehen, zeigen Beispiele aus der Ukraine.

04.03.2022 , 10:00 Uhr

Bielefeld (jw/AFP). Hackergruppen führen aktuell massive Cyber-Attacken durch. Schon vor Kriegsbeginn, Mitte Januar, erfolgte ein virtueller Angriff auf die Ukraine, der auch westliche Partner aufschreckte. Die Webseite des Außenministeriums in Kiew konnte ebenso wie die Seiten des Katastrophenschutzministeriums, des Forschungsministeriums und des Kabinetts nicht aufgerufen werden. Wer hinter der Cyberattacke stand, war zunächst unklar. Seit Kriegsbeginn am 24. Februar wird die Ukraine laut der IT-Sicherheitsbehörde des Landes regelmäßig von Cyberangriffen russischer Hacker heimgesucht.

Eine Gruppe von Hackern mit dem Namen "Ghostwriter" versucht zudem verstärkt, gegen Militärs und Journalisten in der Ukraine vorzugehen, teilte der Facebook-Konzern Meta am Montag mit. Dabei gehe es offenbar darum, auf Facebook-Konten zuzugreifen, um Falschinformationen zu verbreiten. Aus diesem Grund hat Facebook genau wie viele andere Internetkonzerne inzwischen unter anderem die Kanäle der russischen Staatsmedien RT und Sputnik gesperrt.

Hackergruppe hat Russland den Krieg erklärt

Im Gegenzug hat nun die Hacker-Gruppe "Anonymous" Russland den digitalen Krieg erklärt. Die Hacker verüben seit vergangenem Donnerstag unter anderem Cyberattacken auf russische Medien-Portale.

Immer mehr werden auch westliche Unternehmen, Organisationen und Behörden von russischen Hackern attackiert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab in der vergangenen Woche bekannt, dass es derzeit eine erhöhte Bedrohungslage für Deutschland erkenne. Es habe darum die möglichen Zielgruppen der Angriffe, darunter die Bundesverwaltung, Betreiber Kritischer Infrastrukturen und weitere Organisationen und Unternehmen sensibilisiert und zu einer erhöhten Wachsamkeit und Reaktionsbereitschaft aufgerufen.

Digitale Sicherheit zuhause

Auch Privatpersonen können sich mit einigen Maßnahmen schützen. Wie Sie Ihre sensiblen Daten online effektiv schützen können, erfahren Sie in unserer IT-Kampagne. Die wichtigsten Punkte haben wir Ihnen hier zusammengefasst:

Sichere Passwörter

Passwörter sollten regelmäßig geändert werden. Sie sollten dann eine gewisse Qualitätsanforderung erfüllen. Dazu gehört etwa, möglichst lange Passwörter zu wählen, verschiedene Passwörter für verschiedene Konten zu haben und natürlich niemandem seine Passwörter zu geben.

>>> Lesen Sie hier ausführlich: Fünf Tipps für ein sicheres Passwort

Sicherheit in Sozialen Medien

Abgesehen davon, dass in den sozialen Medien darauf geachtet werden sollte, dass man nicht zu viele private Angaben macht, gilt es auch, seine Accounts vor Hackern zu schützen. Eine Email-Adresse und ein sicheres Passwort dienen zur Anmeldung. Eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Nach der Nutzung sollte man sich ausloggen.

>>> Lesen Sie hier, worauf es noch ankommt: Social Media: Wie sicher ist mein Profil dort?

Sicherheit im Homeoffice

Veraltete Router oder nicht geupdatete Software bieten Angriffsflächen für Cyberkriminelle. Darum sollten regelmäßig Softwareupdates installiert werden. Der Rechner sollte zudem einen aktuellen Virenschutz haben. Das WLAN sollte mindestens mit WPA2 (WiFiProtected Access) verschlüsselt sein.

>>> Lesen Sie hier, wie man seine Arbeit zuhause schützt

Sicherheit im Smart Home

Wenn das Smart Home gehackt wird, geht es den Hackern nicht unbedingt um die Daten der Besitzer. „Die größere Gefahr liegt darin, dass die Smart-Home-Geräte unbemerkt in ein Botnetz integriert werden können. Ein Botnetz bündelt die Rechenkapazität vieler kleiner Geräte mit Internetverbindung und kann so für größere Angriffe verwendet werden", sagt IT-Spezialist Öztürk gegenüber nw.de. Zum Schutz sollte eine VPN-Verbindung, also ein privates virtuelles Netzwerk, genutzt werden und die Geräte bei Auffälligkeiten vom Netz getrennt werden. Software-Updates sollten immer vom Hersteller kommen.

>>> Lesen Sie hier ausführlich, was es alles zu beachten gilt: Darauf müssen Sie beim Smart-Home achten

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