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"Ändere-dein-Passwort-Tag" Fünf Tipps für ein sicheres Passwort

Um die eigene Cybersicherheit zu kontrollieren, soll der heutige Aktionstag daran erinnern Login-Daten anspruchsvoll zu erstellen und sie regelmäßig zu ändern.

Leonie Meyer
01.02.2022 | Stand 01.02.2022, 18:06 Uhr

Der 1. Februar ist "Ändere-dein-Passwort-Tag". Er steht im Zeichen der Cybersicherheit und wurde 2012 erstmals ausgerufen. Der Tag soll nicht nur auf sichere Passwörter aufmerksam machen, sondern auch darauf, die eigenen regelmäßig zu ändern. Das dient auch der Vorbeugung vor Hacker-Angriffen.

Um Onlinekonten besser zu schützen, sagt der Präsident des Cyber-Sicherheitsrats, Hans-Wilhelm Dünn, dass der Tag daran erinnern sollte, "unsichere und qualitativ schlechte Passwörter zu ersetzen. Unsere digitalen Identitäten sind heute für Einkauf, Banking und soziale Netzwerke so wichtig wie der Personalausweis - Grund genug diesen Bereich angemessen zu schützen."

Der Bund für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) teilt zudem mit, dass Hacker bestimmte Werkzeuge haben, die vollautomatisch "alle möglichen Zeichenkombinationen ausprobieren, ganze Wörterbücher einschließlich gängiger Kombinationen aus Worten und angefügten Zahlen testen". Damit dies erst gar nicht geschehen kann, sollte ein Passwort eine gewisse Qualitätsanforderung erfüllen. Außerdem verweist auch die Verbraucherzentrale auf die Sicherheit im Netz. Eine Übersicht mit fünf Tipps für gute und sichere Passwörter:

Tipp 1: Je länger, desto besser

Sichere Passwörter sollten nach Angaben der Verbraucherzentrale für Onlinekonten aus mindestens zehn Zeichen bestehen, darunter Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern sowie Sonderzeichen (z.B. § & ? * ! ?). Die Länge und die Komplexität sind zwei entscheidende Merkmale. Auch Eselsbrücken können für die Erstellung eines sicheren Passworts hilfreich sein. Es sollten keinesfalls eine Zahlenfolge, eine alphabetische Auflistung oder eine Kombination aus einem Wörterbuch verwendet werden.

Tipp 2: Mehrere Passwörter für verschiedene Konten

Es sollte nicht für alle Onlinekonten dasselbe Passwort angelegt und gespeichert werden. Die Verbraucherzentrale rät, dass mindestens für die wichtigsten und meist genutzten Dienste eigene Passwörter angelegt werden sollten. Gerade beim Online-Banking sollte auf ein starkes Passwort geachtet werden.

Tipp 3: Die 2-Faktor-Authentifizierung

Wie der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland berichtet, können Passwörter ein Teil einer Sicherheitsarchitektur sein. So können mit einer zusätzlichen Authentifizierung, beispielsweise mit dem Mobiltelefon, ein TAN-Gerät oder die E-Mail-Adresse, die Zugänge gesichert werden. Auch der BSI ist von dieser Strategie überzeugt: "In jedem Fall bietet ein Log-in mit einem zweiten Faktor ein höheres Maß an Sicherheit als nur die Eingabe von Benutzername und Passwort."

Tipp 4: Passwort geheim halten

Das Passwort sollte sicher, aber auch leicht zu merken sein. Dennoch heißt es von der Verbraucherzentrale, dass man sich das Passwort an einem geschützten Ort notieren sollte. Also nicht auf einem Zettel am PC, in der Brieftasche oder in einem Kalender. Fremde sollten keinerlei Zugriff auf die privaten und sensiblen Daten haben.

Tipp 5: Der Passwortmanager

Der BSI rät außerdem zu einem sogenannten Passwortmanager, damit Online-User die Passwörter gut verwalten können. Dieser kann wiederum mit einem starken Passwort abgesichert werden, um weitere Onlinezugänge zu speichern.

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