0
"Unterleuten - Das zerrissene Dorf" hat ein sehr cleveres Wortspiel als Titel. Trennt man den Dorfnamen in der Mitte ergibt das "Unter Leuten". Der Titel funktioniert also auf mehreren Ebenen. - © ZDF/Mathias Bothor
"Unterleuten - Das zerrissene Dorf" hat ein sehr cleveres Wortspiel als Titel. Trennt man den Dorfnamen in der Mitte ergibt das "Unter Leuten". Der Titel funktioniert also auf mehreren Ebenen. | © ZDF/Mathias Bothor

Filmkritik "Unterleuten - das zerrissene Dorf" ist Event-Fernsehen schlimmster Art

Das ZDF hat den Bestseller dreiteilig verfilmt. Die 280 Minuten Laufzeit sind zäh, klischeebeladen und unfreiwillig komisch.

Jan-Henrik Gerdener
01.03.2020 | Stand 04.03.2020, 13:21 Uhr |

Bielefeld. Die dreiteilige ZDF-Verfilmung von Juli Zehs Bestseller "Unterleuten" möchte anhand des fiktiven, brandenburgischen Dorfs mit dem titelgebenden Namen die großen gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit aufzeigen. Damit reiht sie sich in eine lange Reihe von literarischen und filmischen Vorgängern ein. Denn die Stadt als Mikrokosmos der Gesellschaft hat natürlich in beiden Medien eine lange Geschichte. In dieser Tradition möchte "Das zerrissene Dorf" - so der Untertitel des TV-"Events" - darlegen, warum die moderne deutsche Gesellschaft so zerstritten scheint wie selten zuvor. Doch statt fundierter Erkenntnisse bietet die ZDF Serie nur Plattitüden und Klischees.

Newsletter abonnieren

Update zum Mittag

Die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe zum Ausbruch von Covid-19 und Neuigkeiten aus OWL und der Welt.

Wunderbar. Fast geschafft!

realisiert durch evolver group