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Philipp Fleiter (33) arbeitet seit zwölf Jahren bei Radio Gütersloh und ist seit diesem Jahr mit seinem eigenen Podcast unterwegs. - © Privat
Philipp Fleiter (33) arbeitet seit zwölf Jahren bei Radio Gütersloh und ist seit diesem Jahr mit seinem eigenen Podcast unterwegs. | © Privat

True Crime Die besten Podcasts über echte Kriminalfälle

Fälle gibt es genug. Kein Wunder also, dass sich diverse Moderatoren in ihren Podcasts dem Thema True Crime annehmen. Eine Übersicht von vier hörenswerten Sendungen aus den Streaming-Charts.

Jemima Wittig
03.10.2019 | Stand 03.10.2019, 12:12 Uhr

Unter den 50 beliebtesten Podcasts bei dem Streamingdienst Spotify finden sich neben diversen Laber- und Informationspodcasts auch vier, die sich mit wahren Verbrechen beschäftigen. Verbrechen von nebenan Gerade noch so in die Top-50 schafft es auf Platz 50 "Verbrechen von nebenan" der True-Crime-Podcast aus Ostwestfalen-Lippe von Radio Gütersloh Frühmoderator Philipp Fleiter. In bislang 13 Folgen bereitet der gebürtige Verler Fälle aus der Region auf. Anfang des Jahres startete er mit einer 25-minütigen Sendung über "Die Betonleiche aus Rietberg". Nach dem Wunsch mehrerer Zuhörer nach längeren Folgen, dauern die Episoden inzwischen etwa eine Stunde. "Die Länge richtet sich nach dem Fall, wenn mehr zu erzählen ist, dauert die Folge länger. Sie wird aber nicht künstlich gestreckt", so Fleiter. Besonders wichtig sei ihm Recherche und Aufnahmequalität. Ein Thema, dem sich neben Fleiter auch zwei weitere Podcasts angenommen haben, ist der Fall von Frauke Liebs, die im Juni 2006 in Paderborn verschwand. Am nächsten dran ist mit seinen Erzählungen Fleiter. Kein Wunder, bei der räumlichen Nähe von knapp 40 Kilometern zwischen Gütersloh und Paderborn. Außerdem hat sich der Moderator für die Folge, die am 9. September erschienen ist, den Paderborner Studenten Joel eingeladen. Der Rietberger erzählt darin, dass er zwar während Liebs verschwunden war als Kind nichts von dem Fall mitbekommen, er sich aber während seines Studiums damit beschäftigt hat. Paderborn-Kundige erfahren so am detailliertesten von den Vorgängen. Der Fall konnte bislang nicht geklärt werden. Fleiter hofft, mit der Folge bei der Aufklärung zu helfen. "Vielleicht hat ja doch irgendwer was gesehen", sagt er am Ende der Folge. "Dann meldet Euch bei der Polizei." True Crime Germany Knapp vor Fleiter, auf Platz 42 findet sich "True Crime Germany" mit derzeit 37 Folgen von Chris, Kat, Dominik und Stefan, die mit wechselnden Moderatoren bereits seit Juli 2016 etwa eine Stunde lang Folgen über Kriminalfälle in Deutschland aufnehmen. Je nach Moderator ist die Folge mehr oder weniger hörenswert. Da lediglich Fälle nacherzählt werden, in die die Moderatoren nicht involviert waren, liefert der Podcast gegenüber anderen kaum einen Mehrwert. Stern Crime - Spurensuche "Stern Crime - Spurensuche" landet auf Platz 24. Hier unterhalten sich seit Mai dieses Jahres in inzwischen elf Folgen Crime-Redaktionsleiter Giuseppe di Grazia und seine Kollegen Silke Müller und Bernd Volland im Schnitt eine Stunde lang mit Ermittlern und Spezialisten aus Deutschland über deren Fälle und berufliche Herausforderungen. Leider merkt man bei diesem Podcast, dass ein Sprachtraining auch für Podcastmoderatoren empfehlenswert wäre. Mordlust Paulina Krasa und Laura Wohlers landen mit "Mordlust" auf Platz sieben. Die beiden Redakteurinnen erzählen sich seit Juli 2018 in inzwischen 30 Folgen in knapp einer Stunde gegenseitig je ein Verbrechen, das sich irgendwo auf der Welt ereignet hat. Während die ersten Folgen noch etwas holprig abliefen, haben die beiden inzwischen ein klareres Konzept mit fester Begrüßung, Triggerwarnungen bei Sexualverbrechen und einem Abschluss . Außerdem befragen sie als Mehrwert zu einigen Fällen Betroffene, Psychologen und Anwälte. Seit Anfang 2019 ist der Podcast Teil des Netzwerks funk von ARD und ZDF. Verbrechen "Verbrechen" (Platz vier) von Zeit Online beschränkt sich mit seinen bislang fast 40 Folgen auf Fälle aus Deutschland. Seit April 2018 erzählt Sabine Rückert aus der Chefredaktion der Zeit ihrem Kollegen Andreas Sentker, Leiter des Wissensressorts, etwa 45 Minuten lang von Verbrechen, über die sie in der Regel selbst berichtet hat. Wenn Rückert nicht selbst in den Fall involviert war, wird in das Studio ein Redakteur geladen, der sich mit dem Fall befasst hat. Die beiden Moderatoren unterhalten sich ruhig und informativ über Fälle und recherchieren sie teilweise weiter.

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