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Katrin Bauerfeind ist ab 23. September auf  Joyn in "Frau Jordan stellt gleich" zu sehen. 
- © Joyn/Julian Essin

Katrin Bauerfeind ist ab 23. September auf  Joyn in "Frau Jordan stellt gleich" zu sehen.

| © Joyn/Julian Essin

Streamingdienste Das sind die Serien- und Film-Highlights im September

Komisches von Katrin Bauerfeind, spannende Einblicke in die Frankfurter Hip-Hop-Szene und ein getanztes Serienfinale. Zudem startet die dritte Staffel einer der meistbeachteten Serien.

Cornelia Wystrichowski
03.09.2019 | Stand 03.09.2019, 08:34 Uhr

"The Handmaid’s Tale" Es ist eine der meistbeachteten aktuellen Serien: Die TV-Adaption von Margaret Atwoods Roman „Der Report der Magd" über den dystopischen Staat Gilead, wo ein christlich-totalitäres Regime alle freiheitlichen Rechte abgeschafft hat. Die meisten Frauen sind unfruchtbar, die übrigen werden als Gebärmaschinen und Arbeitssklavinnen unterjocht. Zentrale Figur ist die willensstarke June (charismatisch: Elisabeth Moss) alias Magd „Desfred", die in der zweiten Staffel entkommen konnte, aber in Gilead geblieben ist, um das Regime zu stürzen – in der neuen dritten Staffel führt June jetzt die Revolution an. Leider ist die optisch nach wie vor bestechende Serie inzwischen aber zu sehr auf Gewaltdarstellungen fixiert und die Story kommt nicht recht vom Fleck. Zu sehen ab 5. September, Magenta TV "Criminal" Diese Netflix-Produktion ist ein echtes Experiment: In „Criminal" werden zwölf Krimi-Episoden aus vier Ländern erzählt, jede davon spielt in einem einzigen Verhörraum. Dabei wird ein kammerspielartiges Katz-und-Maus-Spiel gezeigt, das sich auf das Verhör zwischen Polizist und Verdächtigen konzentriert – das funktioniert in den jeweiligen Folgen naturgemäß mal mehr, mal weniger gut. Es geht um Verdächtige, die einem oder mehreren Ermittlern gegenübersitzen und 45 Minuten lang versuchen, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen – in den deutschen Episoden sind unter anderem Christian Berkel und Florence Kasumba mit dabei, die anderen Folgen kommen aus Spanien, Frankreich und Großbritannien. Läuft ab 20. September, Netflix "Frau Jordan stellt gleich" Sie zählt zu den interessantesten Frauen im deutschen Fernsehen und ist vor allem als schlagfertige Moderatorin bekannt. Als Schauspielerin ist Katrin Bauerfeind dagegen noch nicht besonders aufgefallen, auch wenn sie schon in diversen Rollen zu sehen war. In dieser neuen Joyn-Serie spielt sie eine Gleichstellungsbeauftragte namens Jordan, die es mit Machos, Besserwissern und anderen Musterexemplaren der Gattung Mann zu tun bekommt und sich von keinem unterbuttern lässt. Da die Serie aus der Feder von „Stromberg"-Autor Ralf Husmann stammt, wird Frau Jordans Kampf um Gleichberechtigung aber mit einem ironischen Augenzwinkern erzählt, bei dem nicht nur doofe Machos, sondern auch verbiesterte Feministinnen ihr Fett abbekommen. Zu sehen ab 23. September, Joyn "Skylines" Die neueste deutsche Netflix-Serie dreht sich um die Hip-Hop-Branche, die Finanzwelt und das organisierte Verbrechen in der Bankenmetropole Frankfurt. Der junge Musikproduzent Jinn (Edin Hasanovic) wittert seine große Chance, als er bei einem großen Plattenlabel unterschreibt – doch dann wird er in finstere Machenschaften verwickelt und lernt das harte Musikgeschäft und die Abgründe der Geldbranche kennen. Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als der kriminelle Bruder des Label-Inhabers, ein Rap-Star, aus dem Exil zurückkehrt und seinen Anteil einfordert. Die erste Staffel besteht aus sechs Episoden, zu den Hauptdarstellern zählt „Tatort"-Star Richy Müller als Investmentmanager. In weiteren Rollen sind echte Rap-Größen wie Azzi Memo und Nimo zu sehen. Läuft ab 27. September, Netflix "Transparent - Das Musicalfinale" Eines schönen Tages in Los Angeles: Der emeritierte Professor Mort Pfefferman (Jeffrey Tambor) outet sich als transsexuell und beschließt, als Frau namens Maura weiterzuleben – seine drei erwachsenen, aber unreifen Kinder tun sich damit schwer. Diese vor drei Jahren gestarteten Serie über eine dysfunktionale Familie erntete viele Auszeichnungen, machte aber wegen der Vorwürfe sexueller Belästigung gegen Hauptdarsteller Tambor auch Negativ-Schlagzeilen. Jetzt wird sie zu Ende geführt, aber nicht mit einer neuen Staffel, sondern mit einem Musical-Special, in dem improvisiert, gesungen und getanzt wird. Hauptdarsteller Tambor ist nicht mit dabei, seine Figur Maura ist in der Pause seit der vorangegangen Staffel gestorben. Zu sehen ab 27. September, Amazon Prime

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