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Haben Bad Boys größere Erfolge bei Frauen? - © Pexels.com,CCO
Haben Bad Boys größere Erfolge bei Frauen? | © Pexels.com,CCO

Die Singlekolumne Die Chancen als Bad Boy

Im ersten von zwei Teilen fragt sich unsere Kolumnistin, ob Bad Boys und Bad Girls wirklich bessere Chancen auf dem Dating-Markt haben.

Karoline Langenkämper
14.11.2019 | Stand 01.10.2019, 09:42 Uhr

Frauen stehen auf Bad Boys. Punkt. Diese Aussage wird oft als eine Art Naturgesetz dargestellt, wenn es um die weibliche Partnersuche geht. So erzählte es mir zumindest kürzlich erst mein Kumpel Frank. Er habe in einem Beziehungspodcast erfahren, wie er mehr zum Bad Boy werde und dadurch größeren Erfolg bei Frauen habe. Die ersten Schritte seien ganz leicht. Man solle als Mann einfach weniger involviert sein. Was bedeutet es ein Bad Boy zu sein? D.h. man solle sich öfter rarmachen und nicht sofort auf Nachrichten antworten. Gleichzeitig solle man möglichst viele Frauen daten, statt sich auf eine bestimmte Frau einzuschießen und zu viele Erwartungen in sie zu legen. Das führe nur dazu, dass man verkopft und unentspannt rüberkomme. Ah ja, denke ich bei mir, und gleich erzählt Frank mir auch noch, dass in dem Beziehungspodcast dazu geraten wurde, Frauen verdrehte Komplimente zu machen - so was wie "Eigentlich mag ich keine Frauen mit Sommersprossen, aber bei dir sehen sie echt süß aus.” Am liebsten möchte ich Frank gehörig den Kopf waschen und ihm klar machen, dass die Faszination für Bad Boys reiner Mythos ist. Aber ganz so einfach ist das nicht. Irgendwie kennt jeder mindestens eine Frau, die mit jemandem zusammen ist, der ihr ganz offensichtlich nicht guttut. Dieses Phänomen gibt es natürlich auch umgekehrt in Form der Bad Girls. Allein deswegen kann die Anziehungskraft dieser sogenannten Bad Boys oder Bad Girls nicht als bloßer Mythos abgetan werden – irgendwas müssen sie schließlich an sich haben. Die Schattenseiten Was macht so einen Bad Boy denn aus? Ich würde sagen ein selbstbewusstes Auftreten, eine gehörige Portion Charme und vielleicht noch eine Prise Undurchschaubarkeit. Das alles hört sich erstmal nach keinen schlechten Eigenschaften an. Aber wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Das Selbstbewusstsein kann zu überdimensionierter Dominanz werden, der Charme gilt i.d.R. nicht nur einer Frau und hinter der vermeintlichen Undurchschaubarkeit kann sich auch einfach nur schlichtes Desinteresse verbergen. Meiner Meinung nach können die vermeintlichen Stärken der Bad Boys und Girls also genauso gut Schwächen sein – vor allem, wenn es um ernsthafte Beziehungen geht. Allerdings muss ich zugeben, dass ich um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, erst meine eigenen Erfahrungen mit dem ein oder anderen Mann der Kategorie Bad Boy machen musste. Darum geht es dann aber in der kommenden Woche.

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