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In der Vorbereitung: In den kommenden Wochen wird ein Konzept entwickelt, wie und wo die Drohnen zum Einsatz kommen. - © ASB
In der Vorbereitung: In den kommenden Wochen wird ein Konzept entwickelt, wie und wo die Drohnen zum Einsatz kommen. | © ASB

Moderne Rettung aus der Luft Arbeiter-Samariter-Bund OWL mit Drohnen-Team auf Personensuche

Der Arbeiter-Samariter-Bund plant für die Zukunft

27.10.2020 | Stand 27.10.2020, 11:44 Uhr

Eine Person wird vermisst und das Gebiet ist unübersichtlich? Die Suche am Boden gestaltet sich als schwierig? Mit Hilfe von Drohnen kann man sich aus der Luft einen guten Überblick über die Lage machen. Genau das plant nun auch wieder der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Ostwestfalen-Lippe e.V. Wieder, weil bis vor fünf Jahren schon Drohnen geflogen sind.

„Diese Teams leben von Freiwilligen und Ehrenamtlichen, und diese fehlten leider zwischenzeitlich", erklärt Sprecherin Nadine Engel-Fratz. Nun soll wieder ein neues Team aufgebaut werden. Die Vorbereitungen laufen. Etwa 20 Freiwillige haben sich beim ASB auf dessen Suchanfrage gemeldet. Ein paar geübte Drohnenflieger seien bereits dabei, sagt Engel-Fratz.

Voraussetzung war dies nicht. Ein Konzept, wann und wie die Drohnen in Zukunft zum Einsatz kommen, das werde jetzt in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt. „Wir sind jetzt erstmal in der Findungsphase. Die Leute treffen sich alle zwei Wochen und gucken, ob das überhaupt etwas für sie ist. Bislang sind alle mit Ehrgeiz dabei."

Drohnenflug kein Kinderspiel

Einfach eine Drohne fliegen, schon als Kind hat man doch schon ferngesteuert Autos und Co. gelenkt. Wie schwer kann das also sein? Aktuell besitzt der ASB OWL drei Drohnen, eine große, an die eine Wärmebildkamera angeschlossen werden kann und zwei kleinere, die „nur" über eine einfache Kamera verfügt, die Videos und Bilder machen kann.

Allein für die große benötige man in der Regel vier Personen, sagt Engel-Fratz. Die Piloten müssen dann nicht nur die Drohne steuern, sondern auch die Kameras bedienen, den Flugraum sichern und gleichzeitig mit dem Einsatzleiter Kontakt halten.

Aufgaben werden entwickelt

„Wir werden da jetzt erstmal ein bisschen ausprobieren und gucken wie das wächst. Dann können wir sehen, was wir überhaupt mit den Drohnen leisten können", erklärt sie. Ein Mittel war die Drohne in der Vergangenheit bei der Personensuche, Rettung und Bergung von Personen, also in der Sparte des Katastrophenschutzes, die immer auch gekoppelt war mit der Rettungshundestaffel.

Wo genau die Drohnen zukünftig zum Einsatz kommen, werde nun sukzessive herausgefunden mit den Ehrenamtlichen. „Wichtig ist", betont Engel-Fratz, „dass die Leute Spaß daran haben und so auch lange als Ehrenamtliche bei uns bleiben."

Ehrenamtliche brennen für die Aufgabe

Denn ohne Ehrenamtliche geht es beim ASB und anderen Hilfsorganisationen nicht. „Gelder und Förderungen sind für uns daher immer wichtig, um überhaupt am Leben zu bleiben. Wir arbeiten viel mit Ehrenamtlichen und die bewältigen das alles in ihrer Freizeit und bekommen nur eine geringe Aufwandsentschädigung." Gelder fließen unter anderem in die Ausrüstung. „Die Menschen tun das hier auch, weil sie dafür brennen."

Dieser Text ist im Rahmen einer Kooperation mit WestLotto entstanden. Es werden lokale, regionale und serviceorientierte Geschichten aus den Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens erzählt, die von der Förderung durch WestLotto profitieren. Mehr Geschichten und Infos gibt es hier

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