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Sechs Mal die Woche trainiert Jesko Wrobel. Das erfordert viel Disziplin. Für seine große Leidenschaft nimmt der Teenager aber vieles in Kauf. - © Andrea Bowinkelmann
Sechs Mal die Woche trainiert Jesko Wrobel. Das erfordert viel Disziplin. Für seine große Leidenschaft nimmt der Teenager aber vieles in Kauf. | © Andrea Bowinkelmann

Training unter erschwerten Bedingungen

Eisschnellläufer Jesko Wrobel muss sich im Corona-Alltag anpassen

20.04.2020 | Stand 20.04.2020, 16:38 Uhr

40,64 Zentimeter lang und nur 1,5 Millimeter breit – auf scharf geschliffenen Kufen gleitet Jesko Wrobel üblicherweise rasant über das Eis. Der 15-Jährige saust dann auf Schlittschuhen Zug um Zug seine Runden auf der 400-Meter-Bahn. Seine Passion: Eisschnelllauf. Eine Sportart, die nicht nur eine außergewöhnlich gute Kondition erfordert, sondern für die man durch das besondere Schuhwerk auch viel Balance und Gleichgewicht benötigt. Aktuell ist es für den jungen Mann jedoch nicht einfach – wegen Corona.

Auf eigenen Füßen stehen – das möchte jedes Kind irgendwann. Jesko aber hat sich schon früh dafür interessiert, den Boden unter seinen Füßen auf andere Weise zu betreten. Mit fünf Jahren stellte er sich bereits auf Rollschuhe. Das machte ihm so viel Spaß, dass er schon als Siebenjähriger mit dem Speedskating beim VfR Büttgen (Verein für Rasensport Büttgen 1912 e.V.) begann. Vier Jahre später wechselte er aufs Eis: „Im Sommer gab es jedes Jahr auf dem Gelände des Eissportzentrums Grefrath ein Sommercamp. Der damalige Grefrather Trainer, Jan Coopmans, hat mich angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, Eisschnelllauf zu versuchen. Ich habe es versucht und bin dabeigeblieben", berichtet der gebürtige Neusser. Seitdem läuft das vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen nominierte „Top-Talent" für den Eisschnellauf-Club Grefrath 1992 e.V. (ECG).

Training in Corona-Zeiten

„Ich trainiere sechs Mal die Woche, zwei Stunden lang", klärt Jesko auf. Seine Leidenschaft erfordert viel Disziplin. „Zeit für andere Hobbys ist da nicht viel. Aber man lernt, die Zeit, die man hat, voll auszuschöpfen. Am Abend mache ich meistens die Hausaufgaben und an den Wochenenden bleibt relativ viel Raum für andere Sachen, wenn ich nicht gerade auf einem Wettkampf bin." Allerdings beeinflusst die Corona-Pandemie den Trainingsalltag des Elftklässlers vom Lise-Meitner-Gymnasium sehr. „Der Verein war gezwungen, die Übungen erstmal einzustellen", sagt er. Daher kann er den Kraftraum nicht mehr benutzen und muss ebenfalls auf die Nutzung des Sportplatzes verzichten. „Wir bekommen dennoch von unserem Trainer ein Programm, an dem wir uns orientieren müssen", berichtet er. Die Grundlagenausdauer könne schließlich auch auf dem Rad oder zu Fuß ausgebaut werden, weil es trotz Kontaktverbot immer noch möglich ist, draußen allein Sport zu treiben. Jedoch müssen verschiedene Trainingseinheiten derzeit entfallen: „Wir müssen versuchen uns irgendwie über Wasser zu halten. Ganz einfach ist es nicht", betont er. Immerhin hatte Jesko die jüngsten Wettkämpfe noch erfolgreich abgeschlossen. Zahlreiche Medaillen (Silber und Gold) kann er sein Eigen nennen. Seine bisherige Bestleistung präsentierte er bei der Deutschen Meisterschaft in der letzten Saison – er erhielt die Goldmedaille und wurde Deutscher Jugendmeister 2019.

Absoluter Siegeswille

Kein Wunder, dass das Nachwuchstalent so viele Erfolge feiern kann: Als „ehrgeizig, zielstrebig und gelassen" beschreibt sich der junge Sportler selbst. Sein Trainer betont, dass zu seinen größten Stärken sein absoluter Siegeswille und sein enormer Trainingsfleiß gehört. Gute Voraussetzungen, um dauerhaft an der Spitze der Leistungssportler mitzumischen. Und genau das möchte Jesko auch. Die Wintersaison ist für Jesko nun zu Ende. Zuletzt startete er Ende Februar bei der Viking Race in Heerenveen in den Niederlanden. Dort gingen die besten Junioren Europas an den Start. Jesko belegte den 10. Platz.

Olympia

Mit einem festen Ziel vor Augen beißt sich der Schüler durch alle Anstrengungen durch: „Mein großes Ziel sind die Olympischen Winterspiele", betont Jesko. Wann und ob dieser Traum in Erfüllung geht, weiß der junge Athlet noch nicht, aber er hat ja noch reichlich Zeit, um sich für Olympia zu qualifizieren.

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