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Smart: Zum Teil kann man die Gartenbewässerung auch per App über das Handy steuern.  - © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Smart: Zum Teil kann man die Gartenbewässerung auch per App über das Handy steuern.  | © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Auf in den Garten So werden Pflanzen und Rasen ganz automatisch gegossen

Den Garten immer zur richtigen Zeit mit der richtigen Menge Wasser versorgen? Mit entsprechender Technik ist das kein Problem. Aber was braucht man für die automatische Bewässerung?

Katja Fischer
07.06.2021 | Stand 08.06.2021, 09:57 Uhr

Die beste Zeit, im Sommer den Garten zu wässern, ist morgens zwischen vier und sechs Uhr. Dann ist der Boden nach der Nacht gut ausgekühlt und das Wasser verdunstet kaum. Aber wer will schon jeden Tag so früh aufstehen?

Abhilfe schafft ein automatisches Gartenbewässerungssystem, mit dem sich Regner und Sprüher selbst an- und ausschalten. Dank smarter Technik kann es sogar erkennen, ob in den nächsten Stunden Regen zu erwarten ist. Wenn ja, dann bleibt der Wasserhahn natürlich zu.

Nur ab welcher Gartengröße lohnt sich ein Bewässerungssystem? Schon ab 200 Quadratmetern Gartenfläche, sagen Experten. Je größer der Garten und die Rasenfläche sind und je mehr Beete, Hecken und Nutzpflanzen darauf stehen, umso empfehlenswerter ist eine automatische Lösung. Sonst müsste man stundenlang im Garten stehen, um ihn ausreichend zu wässern, so Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau in Bad Honnef. Denn es gilt der Grundsatz: "Lieber seltener, aber ergiebiger wässern. Dann erreicht das Wasser auch tief liegende Wurzeln."

Auf in den Garten

Zum Start der Saison finden Sie in unserem Themenspecial wertvolle und kreative Tipps rund um den Garten.

"Das A und O ist ein Bewässerungsplan"

Zunächst einmal müssen sich Gartenbesitzer klar machen, welche Pflanzen sie an welchen Stellen bewässern wollen. "Das A und O ist ein Bewässerungsplan. Den kann man oft online auf den Websites der Hersteller erstellen", so der Tipp von Henze. Aber auch Gartenprofis können weiterhelfen. Wichtige Fragen vorab: Wie lang sind die Wege von der Wasserstelle zu den Pflanzen? Wo kann kräftig gewässert werden, wo ist eine Tröpfchenberegnung sinnvoller? Schafft das ein zentrales Steuerungssystem oder braucht man eine dezentrale Lösung?

"Ich muss wissen, wie stark Pumpe und Gartenwasserleitung sind, wie viel Liter pro Stunde durchlaufen", sagt Jürgen Herrmannsdörfer vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner im Zentralverband Gartenbau. Anhand dieses Wertes lässt sich berechnen, wie viele Regner und Ventile man an die Leitung anschließen kann. Das gilt für alle Systeme. Dabei ist es egal, ob die Bewässerung durch eine Zeitschaltuhr oder eine App gesteuert wird.

Tropfschläuche oder Tropfrohre verlegt man besser oberirdisch und deckt sie dann mit Mulch ab, rät Herrmannsdörfer. Das schützt sie vor Sonnenlicht und reduziert die Verdunstung. Wollen Gartenbesitzer Stolperfallen vermeiden, hat Herrmannsdörfer einen Tipp: "Die Verteilerleitungen werden in der Regel in 20 bis 40 Zentimetern Bodentiefe verlegt. Dann sind sie nicht im Weg."

Zeitschaltuhr, Computer oder Sensor?

Was benötigt man zusätzlich zu den Schläuchen? Das kommt darauf an, wie anspruchsvoll das Bewässerungssystem sein soll. "Bei der einfachsten Variante reicht eine Zeitschaltuhr, die zwischen dem Wasseranschluss und dem Gartenschlauch montiert wird", sagt Michael Henze. Ein einfacher Bewässerungscomputer mit mehreren Programmen funktioniert ähnlich. Ein Sensor kann helfen, gezielter auf die Pflanzen einzugehen. Man baut ihn an einer Referenzstelle im Garten ein. "Er misst die Bodenfeuchte und gibt entsprechende Signale an die Zentrale weiter", erklärt Herrmannsdörfer.

Smarte Bewässerungssysteme agieren weitgehend selbstständig und verarbeiten Informationen von verschiedenen Quellen – zum Beispiel von einem Feuchtigkeits-, Temperatur- und Lichtsensor. "Aus all diesen Daten errechnet sie, wann und wie stark gewässert werden muss", erklärt Klöß.

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