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Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern fordern Verbände seit Jahren - und es gibt jetzt eine Zusage. - © picture alliance/dpa
Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern fordern Verbände seit Jahren - und es gibt jetzt eine Zusage. | © picture alliance/dpa

Kinderhilfe fordert rechtliche Gleichstellung von Eltern und Kindern

26.10.2019 | Stand 26.10.2019, 17:25 Uhr

Berlin (epd). Der Vorsitzende der Deutschen Kinderhilfe, Rainer Becker, fordert die rechtliche Gleichstellung von Eltern und Kindern. „Niemand gehört irgendjemandem - weder Frauen ihren Männern noch Kinder ihren Eltern", sagte Becker. Aus diesem Grund sei die Deutsche Kinderhilfe dafür, den Kinderrechten im Grundgesetz den gleichen Stellenwert wie den Elternrechten einzuräumen. In Zweifelsfällen, die eher sehr selten sein dürften, müsse die Justiz einen angemessenen auf den Einzelfall bezogenen Ausgleich herbeiführen. Becker reagierte damit auf die Ankündigung von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD), noch bis zum Jahresende einen Vorschlag für eine Grundgesetzänderung machen zu wollen. Zuvor hatte eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern drei mögliche Varianten für eine solche Änderung ins Spiel gebracht. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, sagte, Bundestag und Bundesrat müssten sich jetzt mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit zu einer Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz bekennen - nur das sei einer Demokratie würdig. Er plädierte für eine „vorrangige" Berücksichtigung des Kindeswohls.

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