0
Leopold Schätzle testet den Geschmack seiner ausgezeichneten Weine.
Leopold Schätzle testet den Geschmack seiner ausgezeichneten Weine.

Feine Tropfen für die Festtage Leopold Schätzle macht Wein zu Gold – und gelegentlich mal zu Silber

Mit seinen badischen Tropfen hat er schon zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Er sagt: „Weinseligkeit ist ein schönes Gefühl“

Maike von Galen
29.11.2019 | Stand 29.11.2019, 16:16 Uhr

Endingen am Kaiserstuhl. Wenn Leopold Schätzle über seine Weine spricht, dann geht es viel um Preise und Auszeichnungen: Der zweitbeste Muskateller der Welt kommt von seinem Weingut, den Bundesehrenpreis für die beste Rotweinkollektion hat er schon wiederholt erhalten.

Man könnte das prahlerisch finden. Wenn Schätzle davon erzählt, dann klingt es aber eher, als würde er von seinen Kindern erzählen, die einen guten Abschluss gemacht oder für ihre Promotion eine besondere Auszeichnung bekommen haben. Ein sympathischer Stolz, der durchaus begründet ist: Als jüngster von 12 Kindern gründete Leopold Schätzle mit seiner Frau vor fast 50 Jahren (im kommenden Jahr gibt es zum Jubiläum ein großes Hoffest) das Weingut in Endingen am Kaiserstuhl. Auch sein Vater war bereits Winzer, gründete mit die erste Winzergenossenschaft am Kaiserstuhl.

„Die Liebe zum Wein kommt sicherlich schon aus meiner Kindheit", sagt Schätzle. Anfangs besaß Leopold Schätzle kaum einen Hektar eigene Reben, den Betrieb finanzierte er durch eine Rebschule, in der er moderne Techniken zur Veredelung einführte. Doch schon früh war klar: Der Wein, den Schätzle auf seiner kleinen Fläche kelterte, war ein besonderer.

"Inzwischen spielen wir in der Champions League"

„Wir haben schon 1976 bei der Bundesweinprämierung den Bundesehrenpreis bekommen", erinnert sich der 79-Jährige, der das Weingut inzwischen gemeinsam mit seinen Kindern Cäcilia und Leopold führt. „Wir sind von der Landesliga schnell in die Bundesliga aufgestiegen – inzwischen spielen wir Champions League", scherzt Schätzle.

Über 17 Hektar Weinberge bewirtschaftet der Betrieb heute, auf den verwitterten Lava-Böden wachsen vor allem Burgundersorten. „Die pflanzen wir hier zu 70 Prozent", erzählt Schätzle. Dazu kommen Scheurebe, Muskateller und Riesling. „Wir setzen auf sehr reintönige, bekömmliche Weine", erklärt der Winzer. Das wichtigste sei dabei Sauberkeit und Präzision. Insektizide setzt er dabei schon lange nicht mehr ein: „Wir versuchen im Einklang mit der Natur zu wirtschaften, das verspricht die beste die Qualität."

Über 100.000 Flaschen füllt der Betrieb jährlich ab, die Weine gehen auch nach Finnland, Australien oder Japan. „Man muss immer beweglich bleiben, Trends beobachten", weiß der Senior-Chef, denn, fügt er lachend hinzu: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit."

Eins aber gilt für ihn bereits seit Jahrhunderten: Wein ist ein ganz besonderes Genussmittel: „Er kann die Menschen sogar in die Vorstufe des Himmels versetzen, und zwar in die Weinseligkeit. Das heißt, wunschlos glücklich zu sein", schwärmt der Winzer. Er selbst trinkt am liebsten Grauburgunder und ist überzeugt: „Ich bin mir sicher, dass es im Himmel Wein gibt. Wenn’s dann auch noch ein Grauburgunder ist, bin ich ewig glückselig."

Information

Für die kalten Stunden

Leopold Schätzle macht Wein zu Gold oder auch zu Silber. Mit seinen Weinen hat der Winzer zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Damit sind seine Weine der ideale Begleiter für die Festtage.

Das NW-Weinpaket „Weihnachten" ist ab sofort für 56,90 Euro (zzgl. 3,- Euro Versand) auf meinwein.nw.de oder telefonisch unter 0521 555 448 bestellbar.

Mehr Informationen zu den einzelnen Weinen sowie dem Weingut Schätzle erhalten Sie online in der NW-Genusswelt meinwein.nw.de.
Links zum Thema
Ein Weingut im Wandel 

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken
realisiert durch evolver group