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Fleischlose Burger gibt es bereits von verschiedenen Herstellern. - © picture alliance / AP Photo
Fleischlose Burger gibt es bereits von verschiedenen Herstellern. | © picture alliance / AP Photo

Ernährung Start-ups wollen Fleischersatz aus dem 3D-Drucker auf den Markt bringen

Start-ups arbeiten an Technologien, um künstliches Fleisch herzustellen. Schon 2020 soll es Testläufe in europäischen Restaurants geben.

Jemima Wittig
11.11.2019 | Stand 20.11.2019, 12:02 Uhr

Gerade erst hat sich der Verbraucher an Insektenpatties und fleischlose Burger gewöhnt. Als nächstes sollen Steaks, Würstchen und Nuggets aus dem 3D-Drucker auf den Markt kommen. Weltweit arbeiten Start-ups an Alternativen zu Fleisch von Tieren. Wie der Guardian berichtet, sollen schon im kommenden Jahr so erstellte Menüs auf den Tellern auch in europäischen Restaurants landen.

Gerade erst hat sich der Verbraucher an Insektenpatties und fleischlose Burger gewöhnt. Als nächstes sollen Steaks, Würstchen und Nuggets aus dem 3D-Drucker auf den Markt kommen. Weltweit arbeiten Start-ups an Alternativen zu Fleisch von Tieren. Wie der Guardian berichtet, sollen schon im kommenden Jahr so erstellte Menüs auf den Tellern auch in europäischen Restaurants landen. Umweltverträgliches Produkt ohne Cholesterin Das Unternehmen "Redefine Meat" etwa schreibt auf seiner Internetseite, dass sie mittels 3D-Technologie Fleisch ohne tierische Stoffe produzieren, das schmeckt, aussieht und sich anfühlt wie echtes Fleisch. Das Unternehmen aus Israel wurde 2018 gegründet und hat sich auf die Entwicklung von Alternativen zu Fleisch spezialisiert. Laut eigenen Angaben sei ihr Produkt zu 95 Prozent umweltverträglicher, es habe kein Cholesterin und sei erschwinglich. Denn seit jeher werde Fleisch gegessen. Die Aufzucht der Tiere und Produktion des Fleisches sei allerdings umweltschädlich. Fleischersatz aus Proteinen und Wasser Auch das spanische Unternehmen "Novameat" produziert seit 2018 Kunstfleisch. Nach eigenen Angaben hat das Start-up eine Technik entwickelt, mit der sie mit pflanzenbasierten Proteinen ein Produkt herstellen können, das eine Textur wie Fleisch hat. Der Gründer Giuseppe Scionti ist Lebensmitteltechnologe. In einem Video bei Instagram erklärt er auf Italienisch, er habe als einer der ersten ein vegetarisches Steak als echte Fleischalternative produziert. Das Produkt bestünde überwiegend aus Wasser und Reis- oder Bohnenproteinen. Es würde in die Patronen des Druckes gefüllt und dieser würde daraus Schicht für Schicht den Fleischersatz aufbauen. Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an @inviaggioconmarcello 🌏 Ein Beitrag geteilt von NOVAMEAT (@nova_meat) am Okt 22, 2019 um 12:29 PDT Beide Unternehmen betonen aber, dass sie keine Produzenten für Fleischalternativen werden wollen. Ihr Ziel sei es dagegen, die eigenen Geräte und entsprechende Produktbehälter an Restaurants und Supermärkte zu verkaufen, damit dort immer schnell das gewünschte Stück Fleisch gedruckt werden kann.

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