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Emmi will nun doch den beliebten Kinderquark Frufoo der Marke Onken in sein Sortiment aufnehmen.  - © picture alliance/KEYSTONE
Emmi will nun doch den beliebten Kinderquark Frufoo der Marke Onken in sein Sortiment aufnehmen.  | © picture alliance/KEYSTONE

Marketing Ökologisch bedenklich? Kult-Produkt Frufoo soll trotzdem zurückkehren

Ein Produkt, das viele Kinder der 1990er ins Schwärmen bringt, soll tatsächlich wieder in die Regale kommen. Frufoo, will "so wie früher und doch ganz neu" nach 15 Jahren zurückkehren.

Talin Dilsizyan
04.09.2019 | Stand 05.09.2019, 06:20 Uhr

Ein Produkt, das viele Kinder der 1990er-Jahre ins Schwärmen bringt, soll nun tatsächlich wieder in die Regale kommen. Der Erdbeerquark mit Spielzeug in der Mitte, Frufoo, will "so wie früher und doch ganz neu" nach 15 Jahren zurückkehren. Das Familienunternehmen Onken - eine Marke, die von 2004 bis 2010 Teil des Oetker-Konzerns war - brachte das Produkt auf den Markt. Seit 2010 gehört Onken zum Schweizer Milchverarbeiter Emmi. Um den Fruchtquark mit Überraschungsfigur im Ufo-Format wieder in den Verkauf zu bringen, haben 2012 Fans eine eigene Facebook-Seite gegründet und darüber eine Online-Petition gestartet. Tausende Internetnutzer haben sich beteiligt. Diese wähnte sich bereits erfolgreich. Es kursierte eine Nachricht in sozialen Medien, dass Onken die Frufoo-Produkte - dazu gehören auch die mit Quark gefüllten Schokokugeln - wieder auf den Markt bringt. Ökologisch bedenklich und doch bald zurück? Doch Emmi dementierte zuletzt im März 2018 mit dem Hinweis, es handele sich um "Fiktion", nicht Fakt. Auf der Facebook-Seite "Wir wollen Frufoo wieder haben - Petition" erschien 2017 ein Statement mit der genaueren Begründung: Frufoo entspreche nicht den Nachhaltigkeitsprinzipien, wegen der aufwändigen Verpackung sei das Produkt ökologisch nicht vertretbar. Seit dem 3. September ist nun klar, dass es doch Hoffnung gibt. Auf der Facebook-Seite "Fruci Frufoo" der Emmi Deutschland GmbH bestätigt der "galaktische Freund", dass seine Rakete bereit sei zur Landung und Frufoo zurückkommt. Mehr als 15.000 Stimmen bei der eigenen Petition, die im August gestartet wurde, waren notwendig. 281.857 (Stand 4. September, 18.14 Uhr) sind es bereits. Bisher ist nicht klar, wie nah das neue Frufoo am Original der 1990er- Jahre sein wird und ob möglicherweise ein Kompromiss bei Verpackung und Inhalt zugunsten der Nachhaltigkeit zum Tragen kommt. In einem Facebook-Post fordert Fruci Frufoo explizit seine Fans auf, sich Gedanken zu machen, wie Frufoo in der heutigen Zeit ankommen könnte, und wirft dabei Stichworte ein wie "Plastik" und "Upcycling".

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