Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Bundestag, ist das Aushängeschild der  Bewegung "Aufstehen".  - © picture alliance/dpa
Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende von Die Linke im Bundestag, ist das Aushängeschild der  Bewegung "Aufstehen".  | © picture alliance/dpa

Linke Bewegung „Aufstehen“-Bewegung empört mit Tweet über Rundfunkbeitrag

Vor allem über den Begriff "Regierungsrundfunk" regen sich Twitter-Nutzer auf

Berlin (dpa). Mit einem Tweet über den Rundfunkbeitrag hat die linke Bewegung „Aufstehen" um Sahra Wagenknecht für Empörung gesorgt. In der auf Twitter geteilten Grafik hält ein mit „ARD" und „ZDF" beschrifteter Mann einen anderen kopfüber und schüttelt ihn, wobei offenbar Geldscheine aus seinen Kleidern fallen. „Rundfunkbeitrag anheben? Bessere Idee: Einkommen der Fernseh-Intendanten senken!", steht unter anderem darauf geschrieben. Dazu die Forderung: „Bürgermedien statt Regierungsrundfunk!" Weniger Leistung, höhere Gebühren? Im Jahr 2017 zahlten die Bürger bereits 8 Milliarden Euro für #GEZ#Rundfunkgebühren. Dafür dass CDU, CSU und SPD ihre politische Linie ausstrahlen können. Vielfalt sieht anders aus. Bürgermedien statt Regierungsrundfunk! pic.twitter.com/E1HYS8Xtmi — Aufstehen (@aufstehen_de) 5. Januar 2019 Vor allem über den Begriff „Regierungsrundfunk" für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk regen sich andere Twitter-Nutzer auf. „„Regierungsrundfunk" - ernsthaft (...)?", fragte der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Wolfgang Schmidt. Kritik auf AfD Level", schrieb der linke Bundestagsabgeordnete Niema Movassat. „Fehlt nur noch der Begriff „Altparteien"." Wie Franz Müntefering schon sagte: „Das politische Spektrum ist ein Kreis.". „Regierungsrundfunk" - ernsthaft, @marcobuelow@FabioDeMasi? https://t.co/UNJDYKBzj8 — Wolfgang Schmidt (@W_Schmidt_) 5. Januar 2019 "Aufstehen" hat rund 167.000 Unterstützer Zu der Bewegung „Aufstehen" gehören auch viele Parteikollegen von Movassat, ihr Aushängeschild ist Linke-Fraktionschefin Wagenknecht. Die im Sommer von ihr gegründete „Aufstehen"-Bewegung hatte eigenen Angaben zufolge zuletzt rund 167.000 Unterstützer, darunter auch Mitglieder und Wähler der AfD. Der „Aufstehen"-Tweet ähnelt nach Inhalt und Wortwahl der AfD-Linie. Diese hatte in ihrem Bundestagswahlprogramm gefordert, den Rundfunkbeitrag („Zwangsbeiträge") ganz abzuschaffen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle grundlegend reformiert und zu einem schlanken „Bürgerrundfunk" mit Zugang für freiwillige Zahler umgestaltet werden.

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