Wirtschaftswunder: Thomas Thieme spielt den Automobilfabrikanten Carl F. W. Borgward. - © NDR/Jörg Landsberg
Wirtschaftswunder: Thomas Thieme spielt den Automobilfabrikanten Carl F. W. Borgward. | © NDR/Jörg Landsberg

Fernsehen TV-Kritik: "Die Affäre Borgward" - -packender Wirtschaftskrimi

Dokudrama über Aufstieg und Fall des legendären Unternehmers, das das Kultauto "Isabella" baute

Er galt als genialer Konstrukteur und erfand das Kultauto „Isabella", mit dem viele Deutsche nach dem Krieg durch die Gegend fuhren: Carl Friedrich Wilhelm Borgward (1890 - 1963) schrieb mit seinem legendären Automobilunternehmen Industriegeschichte. Borgward war nahezu ein Synonym für das westdeutsche Wirtschaftswunder und gab Tausenden in Bremen Arbeit, doch 1961 machte die Firma völlig überraschend pleite, nachdem ihm der Senat der Hansestadt eine Bürgschaft verweigert hatte. Pikantes Detail: Ein als Sanierer eingesetzter Manager saß auch im Aufsichtsrat des Konkurrenten BMW. Bis heute ist nicht geklärt, welche Rolle Politik und Autoindustrie beim Niedergang der Firma Borgward spielten und ob der Konstrukteur das Opfer einer fiesen Intrige wurde. Marcus O. Rosenmüllers Dokudrama mit Thomas Thieme als Zigarrenraucher Borgward zeichnet Aufstieg und Fall des Unternehmers nach und ist gleichzeitig ein Wirtschaftskrimi, der sich gewaschen hat. Ein Film, der zum Nachdenken anregt gerade in Zeiten, in denen die Autoindustrie einen Skandal nach dem anderen produziert. Montag, 7. Januar, 20.15 Uhr, ARD

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