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Stern des Jahres Schauspieler Max Rohland bekommt einen Stern des Jahres

Auszeichnung für die ausgezeichnete Leistung in "Das wilde Kind" am Theater Paderborn

Stefan Brams
28.02.2017 | Stand 28.02.2017, 06:55 Uhr |

Ein spannendes Thema hat die Paderborner Theaterintendantin Katharina Kreuzhage mit der Produktion „Das wilde Kind" angepackt. Da gibt es den Pädagogen Jean Itard (Alexander Wilß), der beweisen will, dass man auch dieses Kind, das er Victor nennt, noch erziehen kann. Der kläglich scheiternd letztlich Gewalt anwendet und letzten Endes den Jungen gerade dadurch weiter entmenschlicht. Und es gibt seine Gegenspielerin, die gutmütige Madame Guérin (Alessandra Ehrlich), die dem Jungen Unterschlupf gewährt. Zwischen diesen beiden Polen brilliert Max Rohland, der den Jungen in seiner ganzen Wildheit und Ungezügeltheit drastisch animalisch, aber auch liebesbedürftig anlegt. Rohland braucht keine Sprache, um mit seiner eindrucksvollen und mutigen Darstellung zu zeigen, was in dem Jungen vorgeht. Der Schauspieler beweist hier erneut, dass er den Mumm hat für die extreme Entblößung. Er ist allein körperlich schon massiv präsent, doch genauso prägnant sind die kleinen Gesten, die feine Mimik. Für diese ausgezeichnete Leistung verleihen wir Max Rohland einen Stern des Jahres.

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