Aus der Vogelperspektive: Vom Lahnwanderweg aus hat man einen tollen Blick auf Bad Ems. - © Dominik Ketz
Aus der Vogelperspektive: Vom Lahnwanderweg aus hat man einen tollen Blick auf Bad Ems. | © Dominik Ketz

Gewinnspiel Wandern und Wellness im Kaiserbad

Grüne Hügel, sanfte Täler und naturbelassene Flusslandschaften: Zwischen Westerwald und Taunus liegt Bad Ems an der Lahn, einer der ältesten Badeorte Europas. Das Städtchen ist ein perfektes Reiseziel für Erholungssuchende und Aktivurlauber

Die Liste der prominenten Besucher von Bad Ems an der Lahn liest sich wie ein Geschichtsbuch der europäischen Politik, Kunst und Literatur. Der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski arbeitete in Bad Ems an seinem weltberühmten Roman „Die Brüder Karamasow". Über Bad Ems schrieb er 1874 in einem Brief an seine Frau Anna: „Das Städtchen Ems liegt in einer tiefen Schlucht zwischen bewaldeten Hügeln. An Felsen, die malerischsten der Welt, lehnt sich das Städtchen. Es gibt Promenaden und Gärten, und alles ist reizend." Jacques Offenbach blieb sogar zwölf Jahre lang als Konzertmeister in Bad Ems und ließ sich zu seiner burlesken Oper „Orpheus in der Unterwelt" inspirieren. Angezogen wurden alle von dem Wasser aus den 15 Bad Emser Quellen. Das Besondere am Emser Wasser ist sein Salzgehalt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Bad Ems ein Verfahren entwickelt, mit dem das Thermalwasser verdampft und der salzhaltige Rest zu Pastillen gepresst wird. Die Emser Pastille ist heute noch ein Renner unter den Halsschmerztabletten. Beeindruckend ist der Robert-Kampe-Sprudel, der als Quelle des Emser Salzes täglich 800.000 Liter Wasser aus eigener Kraft zutage fördert. Mit einer Wassertemperatur von 57 Grad gehört sie zu den heißesten Quellen im Land und kann bis zu acht Meter hoch sprudeln. Prominentester Stammgast in Bad Ems war Kaiser Wilhelm I., der zwischen 1870 und 1888 regelmäßig nach Bad Ems kam. Des Kaisers Sommerresidenz ist heute das erste Hotel am Platz. In der Brunnenhalle in Häcker’s Hotel entspringt das „Emser Kränchen", dessen Wasser um 1900 so hoch geschätzt war, dass jährlich über zwei Millionen Liter davon in Tonkrügen in alle Welt verschickt wurden. Prächtige Häuser, der Marmorsaal in Häcker’s Grandhotel, die russisch-orthodoxe Kirche mit ihren Zwiebeltürmchen und die älteste Spielbank Deutschlands erinnern in Bad Ems an die Zeit, da Kaiser, Zaren und Könige auf der Kurpromenade im Tal zwischen Limburg und Koblenz flanierten. Heute hat Bad Ems eine der modernsten Thermen Deutschlands. Sie steht direkt am Lahnufer und wird vom Emser Thermalwasser gespeist. Der Renner ist Deutschlands erste Fluss-Sauna. Sie schwimmt auf der Lahn und ist von der Therme aus über einen Steg erreichbar. Zum Entspannen beim sanften Rauschen der Lahn stehen bei trockenem Wetter das Sonnendeck mit Loungemöbeln sowie der Ruheraum mit Liegen zu jeder Jahreszeit zur Verfügung. Gerade an kalten und grauen Herbsttagen steigt die Sehnsucht nach wohliger Wärme, die in der Therme zum Beispiel mit einer Hot-
Stone- oder Aromakerzenmassage, im Hamam oder im Kaiserbad erfüllt wird. Auf Spaziergängen gibt es viel zu sehen. Prunkvolle Barockbauten und Bäderarchitektur wechseln sich ab. Eine Standseilbahn verbindet das Stadtzentrum mit dem Kurgebiet auf der Bismarckhöhe. Ein schöner Wanderweg führt hinauf zum Pa-
noramarestaurant und zum Aussichtsturm mit einmaliger Sicht auf das Lahntal und das kaiserliche Bad. Dort entlang führt auch die letzte und eine der schönsten Etappen des Lahnwanderweges. Sie beginnt am Kurhaus in Bad Ems und endet nach 16 Kilometern und dem Weg durch die romantische Ruppertsklamm in Lahnstein an der Mündung der Lahn in den Rhein.

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