Jochen Stücke. - © FOTO: FM
Jochen Stücke. | © FOTO: FM

HERFORD Geistreiches Stadtportrait

Der Maler Jochen Stücke würdigt Daniel Pöppelmann

Herford (ne). Vor 350 Jahren kam Matthäus Daniel Pöppelmann in Herford zur Welt. Das war Anlass für den Kunstverein der Werrestadt, Jochen Stücke zu fragen, ob er aus seiner Sicht eine Würdigung des großen Barockbaumeisters erarbeiten könne, der für den sächsischen Kurfürsten, August den Starken, den weltbekannten Zwinger erbaut hatte.

Stücke konnte und präsentierte nach intensiver Arbeitsphase seine "Dresden-Phantasien". Dafür hatte sich der Zeichner in Vorbereitung des Themas nicht nur tief in die Dresdner Historie, sondern auch in die Kunst- und Kulturgeschichte der Stadt sowie Anekdoten aus dem geschichtchenreichen Elbflorenz eingelesen.

Mit diesen Hintergrundinformationen im Kopf ließ sich Stücke auf die bildnerische Aufgabe ein. Er zeichnete vor Ort im Dunstkreis der Pöppelmann’schen Architektur, ließ sich vom Flair der Bauten ebenso inspirieren wie von der Frage: Was wäre wenn...?

Stücke zu Phantasien verwoben

Denn ungeachtet zeitlicher Abläufe verwob Stücke seine Dresden-Impressionen zu "Phantasien". In denen nimmt er nicht nur das höfische Theater um den starken August, dessen Mätressen und Geltungssucht aufs Korn, er lässt auch bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Kunst, Kultur und Wissenschaft in Dresdner Kulisse miteinander agieren, die sich nie begegnen konnten.

Für dieses geistreiche Stadtporträt mit lokaler Erdung, das ansprechend zwischen Gestern und Heute vermittelt, verleihen wir Jochen Stücke den Stern der Woche. Die Ausstellung ist bis zum 10. Juni im Pöppelmann-Haus zu sehen.

Eine Initiative der Neuen Westfälischen (NW), der Lippischen Landes-Zeitung (LZ) und des Haller Kreisblatts (HK).

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