ZDF-Redakteur Martin Neumann (l.) und Schauspielerin Inka Paule Klink überzeugen sich, ob das Shirt von Wilsberg-Darsteller Leonard Lansink auch wirklich echt ist. - © FOTO: ANDREAS FRÜCHT
ZDF-Redakteur Martin Neumann (l.) und Schauspielerin Inka Paule Klink überzeugen sich, ob das Shirt von Wilsberg-Darsteller Leonard Lansink auch wirklich echt ist. | © FOTO: ANDREAS FRÜCHT

"Wilsberg"-Vorpremiere in Bielefeld

Hauptdarsteller zum Redaktionsbesuch / ZDF setzt auf Zusammenspiel mit Internet

VON STEFAN BRAMS

Bielefeld. Ginge es nach Leonard Lansink, dann würde die ZDF-Krimi-Reihe Wilsberg "ewig laufen". "Ich kann mir Wilsberg auch als Ermittler mit Rollator noch gut vorstellen", sagte der 56-jährige Schauspieler, der seit 1998 den kauzigen Münsteraner Detektiv Wilsberg verkörpert, beim Redaktionsbesuch in Bielefeld. Anlass für die Stippvisite: Gestern hatte der neue "Wilsberg", der am Samstag um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen ist, Vorabpremiere in Bielefeld. Titel des Films: "Die Bielefeld-Verschwörung".

In dem Film geht es kurz gesagt darum, dass ein Verschwörungstheoretiker namens Nils Erdel beweisen will, dass es Bielefeld gar nicht gibt. Erdel wird plötzlich verfolgt, sucht Hilfe bei Wilsberg, erhält sie aber nicht, wird schließlich ermordet. Nun macht sich Wilsberg auf, den Täter aufzuspüren. Ein irres Spiel rund um die Bielefeld-Verschwörung nimmt seinen lauf und Bielefeld, die Stadt, die es gar nicht gibt, wird zum Zentrum des Films. "Der Film ist der Höhepunkt unserer ständigen Bielefeld-Hommage", sagt Martin Neumann, der als Redakteur die Reihe Wilsberg beim ZDF verantwortet und als gebürtiger Bielefelder die Idee hatte, in jeder Folge Bielefeld vorkommen zu lassen – als Gag am Rande auf Hinweisschildern oder in Nebensätzen.

Und dieses Mal auch im Internet, denn auch das ZDF setzt immer öfter darauf, seine Produktionen im Internet zu flankieren. Unter www.101bielefeld.de konnten die Zuschauer mitmischen bei der Bielefeld-Verschwörung, Rätsel lösen, eigene Ideen einbringen. Neumann: "Um unsere Quote zu steigern, die mit 13 Prozent richtig gut ist, haben wir das nicht gemacht. Es ist einfach ein Angebot an die Zuschauer, selbst aktiv zu werden." Der Blog habe die höchsten Einschaltquoten aller ZDF-Blogs erreicht, betont Neumann, der noch nicht verraten wollte, in welcher Form Bielefeld im nächsten "Wilsberg" wieder vorkommt. Eine Hauptrolle werde die Stadt in der Folge "Halbstark" aber nicht wieder spielen.

Und nach der "Bielefeld Verschwörung" soll Wilsberg auch wieder etwas seriöser werden. "Wir wollen den Wechsel zwischen absurden, überdrehten und ernsten Folgen, davon lebt Wilsberg", betont Lansink, der sich das schwarze T-Shirt mit dem Schriftzug Bielefeld – ein Redaktionsgeschenk – überstreift und zusammen mit Kollegin Inka Paule Klink, die seine Nichte Alex verkörpert, zur Wilsberg-Premiere in die Stadt entschwindet. Hier zu drehen, könne er sich auch mal vorstellen, ruft er noch. "Aber ich brauche noch den letzten Beweis, dass es Bielefeld wirklich gibt."

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