"Zuhälter-Rapper" Kollegah: Jugendamt fordert Indizierung

Freitag tritt der umstrittene Künstler in Bielefeld auf

Porno-Rapper Kollegah tritt am 16. Dezember im Kamp auf. - © Fotograf: Lars Henning Schröder
Porno-Rapper Kollegah tritt am 16. Dezember im Kamp auf. | © Fotograf: Lars Henning Schröder
"Porno-Rapper" Kollegah: Jugendamt fordert Indizierung - © KULTUR
"Porno-Rapper" Kollegah: Jugendamt fordert Indizierung | © KULTUR

Bremen/Bielefeld (stg). Nach der Bremer Landesfrauenbeauftragten Ulrike Hauffe hat sich jetzt auch das Bremer Jugendamt an die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien gewandt, um mehrere Songs des umstrittenen Rappers Kollegah auf den Index setzen zu lassen. Das bestätigte ein Sprecher der Bremer Jugend- und Sozialbehörde der Neuen Westfälischen. Kollegah tritt am Mittwoch in Bremen und am Freitag in Bielefeld auf.

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Während es sich bei Hauffes Vorstoß um eine bloße "Anregung" handelte, stellte das Jugendamt jetzt einen förmlichen Antrag, über den die Bundesprüfstelle nun entscheiden muss. Falls der Antrag Erfolg hat, dürften die entsprechenden Lieder nicht mehr für Jugendliche zugänglich gemacht werden. Die Bremer Behörde rechnet nicht damit, dass die Prüfstelle noch vor den Konzerten eine Entscheidung fällt. Laut Jugendamt ist eine Reihe von Textpassagen frauenfeindlich, rassistisch und gewaltverherrlichend, wie der Sprecher sagte.

In Bielefeld ist das Konzert vom Jugendzentrum Kamp in die Disco "Stereo" verlegt worden. Der AStA der Uni und der FH Bielefeld sowie andere Gruppen, hatten den geplanten Auftritt im Jugendzentrum kritisiert.

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