Hartmut Sturm. - © FOTO: HEIKE SOMMERKAMP
Hartmut Sturm. | © FOTO: HEIKE SOMMERKAMP

Stern der Woche für Hartmut Sturm, Leiter des Oratorienchors Bielefeld

Verschollene Messe zur Aufführung gebracht

Wenn Hartmut Sturm nicht wäre, würde Stanislaw Moniuszkos "Messe in E-Dur", mit der der Oratorienchor Bielefeld in der Oetkerhalle begeisterte, wohl auch weiterhin ungehört in einer Bibliothek in Chicago schlummern. Chorleiter Sturm stieß bei der Lektüre einer Biografie über den polnischen Nationalkomponisten (1819-1872) auf einen Hinweis auf die kurz nach ihrer Uraufführung 1865 verschollene Messe – und machte sich auf die Suche nach ihr.

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Stern der Woche

Mit bibliografischem Spürsinn wurde er schließlich im Lesesaal der Newberry Library in Chicago fündig: Die dort verwahrte Werksausgabe Moniuszkos enthält auch die Partitur der E-Dur-Messe. Auf Basis dieser Partiturausgabe schrieb Sturm alle Orgel-, Chor- und Streicherstimmen neu und studierte das dreißigminütige Werk mit seinem Oratorienchor und den Bielefelder Philharmonikern zur Deutschen Erstaufführung ein. Damit die Messe an möglichst vielen Orten aufführbar ist, fertigte Hartmut Sturm außerdem eine neuinstrumentierte Fassung an, in der eine Pauke und neun Bläser die Orgel ersetzen. Deren Uraufführung erlebten die Bielefelder direkt nach der Präsentation des wiederentdeckten Originals – und waren auch in dieser Version von der E-Dur-Messe begeistert.

Für die Wiederentdeckung von Stanislaw Moniuszkos "Messe in E-Dur" verleihen wir Hartmut Sturm unseren Stern der Woche. (hes)

Eine Initiative der Neuen Westfälischen (NW), der Lippischen Landes-Zeitung (LZ) und des Haller Kreisblatts (HK).

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