Auf dem Weg: „Wilsberg", gespielt von Leonard Lansink, ermittelt hinter Klostermauern. - © Friso Gentsch/dpa
Auf dem Weg: „Wilsberg", gespielt von Leonard Lansink, ermittelt hinter Klostermauern. | © Friso Gentsch/dpa

Fernsehen TV-Kritik: "Wilsberg - Gottes Werk" - Äußerst gelungen

Souveräne Mischung aus Krimispannung und dialogischer Leichtigkeit

Tilmann P.Gangloff
12.01.2019 | Stand 11.01.2019, 21:32 Uhr

Die letzte „Wilsberg”-Episode, „Mörderische Rendite", wirkte wie ein Lehrfilm zur Finanzkrise. Zwar ist auch die 63. Folge des ZDF-Klassikers mit Leonard Lansink eine Parabel auf die Gier, aber Regisseur Martin Enlen hat wieder zu der souveränen Mischung aus Krimispannung und dialogischer Leichtigkeit zurückgefunden, die bereits seine früheren Beiträge zu der Reihe ausgezeichnet haben. Schon der Titel ist ein deutliches Zeichen, dass den Verantwortlichen ein besonderer Film vorschwebte: Der Detektiv aus Münster geht ins Kloster. Während Enlen den Schauplatz für einige Anliegen beim „Gothic Thriller" nutzt, erfreut das Drehbuch von David Ungureit mit vielen schönen Einfällen. Unter anderem darf sich Overbeck (Roland Jankowsky) in eine junge Novizin verlieben,was schließlich eine sehr amüsante Hommage an Loriot zur Folge hat. Samstag, 12. Januar, 20.15 Uhr, ZDF

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