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Im Club 152: Andy Grünert (l.) und Greyhound George. - © Thomas Klingebiel
Im Club 152: Andy Grünert (l.) und Greyhound George. | © Thomas Klingebiel

Memphis/Bielefeld Bielefelder Blues-Duo muss Titel-Hoffnungen in Memphis begraben

Greyhound George und Andreas Grünert blieb der erhoffte Sprung ins Halbfinale des größten Blues-Wettbewerbs der Welt verwehrt

Thomas Klingebiel
29.01.2016 | Stand 29.01.2016, 16:52 Uhr |

Memphis/Bielefeld. Ihre Auftritte im Wettbewerb waren mitreißend und souverän. Greyhound George (54) und Andreas Grünert (56) rissen das fachkundige Publikum in Memphis jedes Mal zu Beisterungsstürmen hin. Aber am Ende reichte es nicht fürs Weiterkommen. Das Bielefelder Blues-Duo verpasste am Donnerstag (Ortszeit) bei der 32. International Blues Challenge (IBC) die Qualifikation für das Halbfinale und damit den Sprung unter die letzten 32 der Solo/Duo-Kategorie. „Wir sind natürlich enttäuscht. Das Halbfinale war unser selbstgesetztes Ziel", lautete die erste Reaktion von Greyhound George alias Jürgen Schildmann. „Wir wissen nicht, warum es nicht geklappt hat, denn wir waren mit unseren Auftritten sehr zufrieden", so der Gitarrist und Sänger. Das Duo hatte sich im Sommer 2015 beim Bluesfest in Eutin für die International Blues Challenge qualifiziert. In Memphis stach es mit seinem 25-minütigen Wettbewerbsprogramm klar aus dem Feld der knapp 100 Solo/Duo-Teilnehmer heraus. Schildmann und Grünert brachten mit jazzigen Harmonien und verschiedenen Spieltechniken originelle Abwechslung ins traditionsreiche Gitarre/Mundharmonika-Genre. Besonders gut kam beim Publikum ihre Version von „Shake the Boogie" an, eine temperamentvolle Hommage an Sonny Boy Williamson I., Vater des modernen Blues-Harp-Spiels. Bei einem längeren Test-Auftritt im berühmten „King’s Palace" an der Beale Street hatten sich die beiden Musiker am Mittwoch mit der besonderen IBC-Atmosphäre vertraut gemacht. Trotz ihrer Enttäuschung über das Abschneiden überwiegt bei Schildmann und Grünert die Freude, dass sie es mit ihrer Musik in die USA und an die Geburtsstätte des Blues geschafft haben.

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