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Knorpelschädigung und Arthrose

11.08.2021 | Stand 25.08.2021, 12:02 Uhr

Der Begriff Arthrose beschreibt einen Gelenkverschleiß. Mit zunehmendem Alter nimmt die Knorpelschicht ab. Glücklicherweise leidet nicht jeder Mensch im Alter an Arthrose. Zur Entstehung einer Arthrose können zum Beispiel auch eine übermäßige Gewichtsbelastung, Fehlbelastungen durch ausgeprägte X- oder O-Beine, eine Gelenkinstabilität, eine Wachstumsstörung oder auch Durchblutungsstörungen beitragen.

Verlauf der Arthrose

Der Knorpel eines Erwachsenen besitzt keine Regenerationsfähigkeit mehr. Daher schreitet der Gelenkverschleiß gewöhnlich voran. Der Abrieb des Knorpels kann zu Gelenkschleimhautentzündung und Ergussbildung führen. Da beschädigte Gelenkflächen nicht mehr gut übereinander gleiten können, wird der gelenknahe Knochen überbelastet. Häufig reagiert der Knochen dann mit Verformung und störender Knochenneubildung. Die Beweglichkeit nimmt ab. Auch Muskeln, die nun nicht mehr in vollem Umfang bewegt werden, verkürzen sich. Schmerzen treten zuerst bei Belastung, später auch nachts und in Ruhe auf. Die Mobilität nimmt ab.

Die konservative Behandlung

Der Gelenkverschleiß wird jeweils nach Ursache und Ausprägung behandelt. Konservative und chirurgische Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Die konservative Therapie umfasst viele mögliche Maßnahmen, welche die Mobilität erhalten sollen:

  • Berufliche und sportliche Tätigkeiten anpassen, um Überbelastung zu vermeiden
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Kompressionsbandagen gegen Ergussbildung
  • Einlagen oder orthopädisches Schuhwerk
  • Bewegungstherapie
  • Muskelaufbauprogramme unter krankengymnastischer Anleitung
  • physikalische Therapie (zum Beispiel Eisauflagen, spezielle Verbände, Elektrotherapie und Ultraschall)
  • Medikamente
  • Injektionsbehandlung (Einspritzen eines Medikamentes in das Gelenk)

Die operative Therapie

Sind die Beschwerden jedoch dauerhaft und durch die konservative Behandlung nicht mehr zu lindern kann ein operativer Eingriff erwogen werden.

Häufig kann mit einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) die notwendige therapeutische Maßnahme am Knorpel vorgenommen werden. Diese Gelenkspiegelungen sind für den Patienten in der Regel wenig belastend. Kommt die Gelenkspiegelung nicht in Frage, kann eine offene Operation erfolgen. Hierbei kann zum Beispiel je nach Diagnose der Knorpel geglättet, defektes Gewebe gegen gesundes Gewebe ersetzt oder auch ein künstliches Gelenk eingesetzt werden.

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