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Die Erreger werden oft durch nicht durchgegartes Hühnchenfleisch übertragen. - © Symbolbild: Pixabay
Die Erreger werden oft durch nicht durchgegartes Hühnchenfleisch übertragen. | © Symbolbild: Pixabay

Sommerzeit Salmonellen beim Grillen: So verhindern Sie Magen-Darm-Infektionen

Im Sommer steigt durch vermehrtes Grillen auch die Zahl der Infektionen mit Darmviren. Wie Sie sich vor dem Grillen schützen und wie sie eine mögliche Erkrankung erkennen.

02.06.2021 | Stand 02.06.2021, 13:33 Uhr

Bielefeld (bjp). Sommerzeit ist Grillzeit, aber Grillzeit ist auch Salmonellenzeit. Das zunehmend bessere Wetter dürfte am Feiertag und am Wochenende wieder viele Menschen zum Grillen animieren. Doch damit steigt auch die Gefahr, sich mit Keimen aus nicht ausreichend gegartem Fleisch zu infizieren. Die Krankenkasse AOK warnt deshalb vor Magen-Darm-Infektionen.

Im vergangenen Jahr habe es allein in Westfalen-Lippe mehr als 6.300 Erkrankungen an Salmonellose und Campylobacter-Keimen gegeben. Die beiden häufigsten Erreger ihrer Art finden sich hauptsächlich in Fleisch und Produkten aus rohen Eiern - und daraus resultierende Erkrankungen träten im Sommer häufiger auf als zu anderen Jahreszeiten, teilt die AOK mit.

Im vergangenen Jahr seien die Fallzahlen bei Salmonellen- (2019: 1.439, 2020: 824) und Campylobacter-Infektionen (2020: 7.710, 2019: 5.539) in der Region zwar deutlich geringer ausgefallen. Dennoch sei Vorsicht geboten.

Darauf sollte beim Grillen geachtet werden

"Damit der Grillgenuss nicht krank macht, sollte das Grillgut stets gut durchgegart sein und wichtige Hygieneregeln beim Umgang mit Lebensmitteln beachtet werden", so AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Außerdem wichtig ist die Hygiene vor dem eigentlichen Grillen. Dazu gehöre, die Hände gründlich zu waschen und Marinaden oder Verpackungen nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt bringen.

Da Campylobacter auch im Kühlschrank und auf gefrorenen Produkten überleben, sollte das Tauwasser laut AOK sofort weggegossen werden. Schneidebretter, Teller oder Messer sollten außerdem nach dem Kontakt mit rohem Fleisch gründlich gereinigt und erst dann wieder für die Zubereitung anderer Speisen genutzt werden.

So erkennen Sie eine mögliche Infektion

Eine Erkrankung beginne meist mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, kurz darauf folgen heftige Bauchschmerzen und -krämpfe, Übelkeit und Durchfälle, schreibt die Krankenkasse. Die Durchfälle können sehr wässrig oder sogar blutig sein. In der Regel dauert eine Campylobacter-Erkrankung bis zu einer Woche. Normalerweise verläuft sie ohne Komplikationen und die Beschwerden klingen von selbst ab.

Viele Campylobacter-Infektionen verlaufen auch ganz ohne Krankheitszeichen. Als Komplikation können in Ausnahmefällen rheumatische Gelenkentzündungen oder Hirnhautentzündungen auftreten, so die AOK.

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