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Der Bundesrat hat grünes Licht für Selbsttests auf HIV-Erkrankungen gegeben. - © picture alliance/KEYSTONE
Der Bundesrat hat grünes Licht für Selbsttests auf HIV-Erkrankungen gegeben. | © picture alliance/KEYSTONE

Berlin In Drogerien und Apotheken: HIV-Selbsttests künftig erlaubt

Robert-Koch-Institut: Rund 13.000 Menschen wissen nicht, dass sie sich infiziert hätten

21.09.2018 | Stand 21.09.2018, 13:26 Uhr

Berlin (epd). Der Bundesrat hat dem freien Verkauf von HIV-Selbsttests zugestimmt. Die Länderkammer gab am Freitag in Berlin grünes Licht für eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wonach die Tests an jedermann verkauft werden können. Bisher waren „Heimtests" nicht erlaubt, sondern die Tests durften von den Herstellern nur an Ärzte, Labors oder Behörden geliefert werden. Spahn begrüßte die Entscheidung des Bundesrats und erklärte, wer unsicher sei, ob er sich infiziert habe, wolle schnell Gewissheit. Je früher Betroffene von einer HIV-Infektion wüssten, desto eher könne die Behandlung beginnen. Viele wissen nichts von HIV-Infektion Um die Selbsttester mit den nötigen Informationen zu versorgen, hat das Paul-Ehrlich-Institut auf Bitten von Spahn ein Anwender-Portal aufgebaut. Dieses werde zeitgleich mit dem Inkrafttreten der Verordnung in der kommenden Woche freigeschaltet, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. In Deutschland leben nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts rund 84.000 Menschen mit einer HIV-Infektion, etwa 13.000 wissen nicht, dass sie sich infiziert haben.

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