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Dwayne Johnson (links) als Secret-Service-Agent Luke Hobbs und Jason Statham als Ex-Elitesoldat Deckard Shaw müssen im Film "Fast & Furious: Hobbs & Shaw" zusammenarbeiten, obwohl sie sich nicht ausstehen können. - © Universal Pictures/dpa
Dwayne Johnson (links) als Secret-Service-Agent Luke Hobbs und Jason Statham als Ex-Elitesoldat Deckard Shaw müssen im Film "Fast & Furious: Hobbs & Shaw" zusammenarbeiten, obwohl sie sich nicht ausstehen können. | © Universal Pictures/dpa

Kino-Kritik Hobbs & Shaw: Actionkomödie mit viel Alphatier-Gebrüll

Der "Fast & Furious"-Ableger ist nicht nur etwas für Fans der Reihe.

Nadine Uphoff
05.08.2019 | Stand 05.08.2019, 15:35 Uhr

Coole Auto-Action, lustige Sprüche und ganz viel Herz - mit dieser Mischung ist die Reihe "Fast & Furious" berühmt geworden. Nach mittlerweile acht Filmen gibt es mit "Hobbs & Shaw" nun das erste Spin-Off, das am 1. August erschienen ist. Doch nicht alle Fans des Franchise werden damit glücklich sein, denn aufgemotzte Autos kommen in dem Streifen nur am Rande vor. Stattdessen hat sich Regisseur David Leitch auf den unterhaltsamen und andauernden Streit der beiden Alphatiere Luke Hobbs (gespielt von Dwayne "The Rock" Johnson) und Deckard Shaw (gespielt von Jason Statham) konzentriert, die zum ersten Mal in "Fast & Furious 7" aufeinander getroffen sind. Die Story: Deckard Shaws Schwester Hattie (gespielt von Vanessa Kirby) ist ebenfalls Agentin und wird verdächtigt ein tödliches Virus bei einem Einsatz gestohlen zu haben. Luke Hobbs und Deckard Shaw sollen zusammenarbeiten, um sie zu finden, aber sie können sich gegenseitig nicht ausstehen. Doch das Virus bedroht die ganze Welt. Dabei treffen sie auf den Terroristen Brixton Lore (gespielt von Idris Elba), der ebenfalls auf der Suche nach der tödlichen Waffe ist. Um das Gerät zu reparieren, welches das Virus entschärft, reist das Trio nach Samoa - die Heimat von Luke Hobbs. Hier kommt es zum Showdown mit Brixton Lore. "Fast & Furious: Hobbs & Shaw" glänzt mit aufregenden Kampfszenen und wilden Verfolgungsjagden. Das erwarten Zuschauer auch bei einem Film, in dem die Actionstars Dwayne Johnson ("Skyscraper"), Jason Statham ("The Transporter") und Idris Elba ("Thor") mitspielen. Leider fehlen dabei die aufgemotzten Karren, die Fans der Reihe gewohnt sind. Die hitzigen Streitgespräche zwischen Hobbs und Shaw sind meist lustig, manchmal auch platt. Für eine positive Überraschung sorgen zwei Nebenrollen, die mit bekannten Schauspielern besetzt sind. Vanessa Kirby als Hattie Shaw enttäuscht jedoch: In vielen Szenen starrt sie samt Schmollmund einfach nur in die Kamera. Die Bedrohung durch den Virus wird für den Zuschauer leider nicht wirklich deutlich. Und die Abschlussszene auf Samoa fügt sich nicht nahtlos in den Film ein. Insgesamt ist "Fast & Furious: Hobbs & Shaw" nichts Besonderes, aber unterhaltsam, für jeden, der auf Action und Comedy steht. Er hat ein paar Längen - eine Kampfszene weniger hätte es auch getan. Da kein Vorwissen erforderlich ist, können auch "Fast & Furious"-Neulinge den Movie schauen. Fans von PS-starken Boliden warten besser auf "Fast & Furious 9", der für Mai 2020 angekündigt ist.

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