Wilderer hinterlassen immer wieder Tierkadaver. WWF ging offenbar mit Wildhütern vor, die Menschen gefoltert haben sollen. - © picture alliance / blickwinkel/M. Delpho
Wilderer hinterlassen immer wieder Tierkadaver. WWF ging offenbar mit Wildhütern vor, die Menschen gefoltert haben sollen. | © picture alliance / blickwinkel/M. Delpho

Naturschutzorganisation Naturschützer: WWF soll kriminelle Wildhüter unterstützt haben

Die Organisation unterstützt einem Bericht zufolge Gruppen, die Menschen geschlagen, gefoltert und sogar getötet haben sollen. WWF will die Vorwürfe prüfen

Gland. Einem Medienbericht zufolge hat die Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) kriminelle Parkschützer und Wildhüter finanziell und logistisch unterstützt. In mehreren Ländern sollen sie brutal gegen Wilderer und unbeteiligte Zivilisten vorgegangen sein. Journalisten des Onlinemagazins Buzzfeed beschreiben höchst zweifelhafte Praktiken. Der WWF will die Vorwürfe umgehend prüfen. Demnach hätten die Wildhüter in Zusammenarbeit mit Paramilitärs, die mit dem WWF kooperieren, Menschen geschlagen, gefoltert und sogar getötet. Auch soll ein Nationalpark-Mitarbeiter versucht haben, eine Frau zu vergewaltigen. Wildhüter sollen Dorfbewohner mit Gürteln, Macheten und Stöcken geschlagen haben. WWF engagiert "Schocktruppen" gegen Wilderer Der Bericht sei das Ergebnis einer jahrelangen Recherche in sechs verschiedenen Ländern. Hierzu zählen Nepal, Indien und Kamerun. Dabei seien hunderte Interviews geführt und zahlreiche Dokumente (vor allem E-Mails und interne Akten) ausgewertet worden. WWF-Mitarbeiter hätten in Asien und Afrika sogenannte "Schocktruppen" engagiert, die gegen Wilderer eingesetzt wurden. Die Tierschutzorganisation soll auch ein Dokument unterschrieben haben, das das Töten von Eindringlingen vorsah. Ein Parkdirektor soll so für den Mord an Menschen verantwortlich sein. WWF möchte unabhängige Untersuchung einleiten Buzzfeed berichtet weiter, dass die Organisation WWF im Zuge der Kooperationen mit den paramilitärischen Gruppen Gehälter gezahlt und sie mit Waffen und Technologie wie Nachtsichtgeräten ausgerüstet habe. Außerdem soll es auch um die zusätzliche Ausbildung der Militärs gehen. Durch ein Informantennetzwerk habe der WWF seine Wildhüter mit Informationen versorgen können. Ein Sprecher der Organisation hatte kürzlich versichert, dass sich der WWF nicht als Institution sehe, die über die Einhaltung von Gesetzen wacht. Die Organisation kündigte an, die aktuellen Vorwürfe von einer unabhängigen Instanz prüfen zu lassen. Es gäbe genaue Richtlinien, die sicherstellen, dass die Rechte der Menschen in den Gegenden, in denen der WWF aktiv ist, respektiert werden. Jegliche Handlungen, die dagegen verstoßen seien inakzeptabel. Gegenüber derBBCerläuterte ein Sprecher weiter, dass, falls sich die Vorwürfe bestätigen, "schnelle Maßnahmen" ergriffen werden.

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