Der Penis-Wald auf dem Tewsgill Hill in Schottland.  - © Iain Russell (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tewsgill_Hill_-_geograph.org.uk_-_1762579.jpg), CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)
Der Penis-Wald auf dem Tewsgill Hill in Schottland.  | © Iain Russell (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tewsgill_Hill_-_geograph.org.uk_-_1762579.jpg), CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/)

Kreativ In Schottland hat jemand einen Wald gepflanzt, der aussieht wie ein Penis

Aber: Wer bitte war das?

Crawford. Wer auf der Autobahn M74 Richtung Glasgow fährt, traut seinen Augen nicht. Inmitten wunderbar grüner, schottischer Landschaften, auf einem kleinen Hügel entlang der Straße, erstreckt sich ein ganz besonderes Waldgebiet. Es sieht aus wie ein riesiger Penis. Ja, richtig gelesen. Auf dem Tewsgill Hill im schottischen Concil South Lanarkshire nahe Crawford hat jemand eine Formation von Tannen in die Wildnis gepflanzt, deren Form dem männlichen Geschlechtsteil ziemlich nahe kommt. Von der Autobahn ist der sogenannte "Cock-and-Balls-Forest" überaus gut sichtbar - und sorgt bei Autofahrern tagtäglich für Verwunderung. The penis forest we seen on way scotland hah pic.twitter.com/LuhN3FonUH — LE£ (@Leemidd90) 3. April 2013 Aber nicht nur dort - auch im Netz ist der Penis-Wald ein Thema. Die amerikanische Social-Seite Buzzfeed hatte den Wald 2017 sogar in einer Liste untergebracht mit dem Titel: "19 seltsame Dinge, die schottische Menschen glücklich machen". "Wer auch immer diesen Penis-Wald gemacht hat - er ist ein echter schottischer Held", schrieb seinerzeit die Redakteurin. In Foren und sozialen Netzwerken fragen sich Schottland-Urlauber und Einheimische schon seit Jahren: Was hat es sich mit dem wundersamen Waldgebiet auf sich? Wer hat den Penis-Wald gepflanzt? Wie das halt so ist: Natürlich will wieder niemand dafür verantwortlich sein. Tatsächlich ist völlig unklar, wie der Penis-Wald auf den Hügel kam. Die Menschen in der Region und die Netzgemeinde haben sich jedoch einige Theorien zurecht gelegt. In verschiedenen Foren spinnen Schottland-Urlauber und Einheimische die schönsten Geschichten über den "Cock of the North" im schottischen Gebirge zusammen. Eine Theorie: Ein Landbesitzer hat sich einen Scherz erlaubt. Möglicherweise, um seine Nachbarn zu ärgern - oder um das Unfallrisiko auf der Autobahn M74 zu erhöhen. Wer weiß das schon. Eine andere Theorie legt jedoch nahe, dass die Bäume dort schon etwas länger so stehen. Die Tannen wurden nämlich angeblich bereits im Jahre 1874 gepflanzt - und zwar als Phallus-Symbol für englische Eindringlinge. So beschreibt es zumindest die Facebook-Seite "Penis Tree Appreciation Society", die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das außergewöhnliche Waldgebiet angemessen zu huldigen. Hier werden auch die schönsten Schnappschüsse mit dem Penis-Wald gepostet - sogar aus der Luft: Ist es vielleicht gar kein Penis? Derweil streiten sich andere Augenzeugen, ob es sich bei dem wundersamen Naturschauspiel überhaupt um die Abbildung eines Phallus handelt. Möglicherweise war die Pflanzung der Bäume ja auch ganz anders gemeint. Eine andere Theorie bestärkt das. Denn angeblich bilden das Waldstück und die anderen Baumformationen drumherum die Initialen von Ian Thomson. Der Piliot war im Jahr 1945 im Zweiten Weltkrieg getötet worden. Der vermeintliche "Penis" stelle dabei gar keinen Penis dar - sondern das T in seinem Namen. Welcher Mythos nun wirklich stimmt, weiß wohl nur derjenige, der einst das mysteriöse Waldgebiet pflanzte. Wer es besichtigen möchte, findet den Tewsgill Hill zwischen den schottischen Orten Roberton, Abrington und Crawford. Bei einer Wanderung nach oben müssen 569 Höhenmeter überwunden werden.

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