Wolf in Fotofalle - © Foto: Umweltministerium Hessen/Illustration
Das Land Niedersachsen will das Füttern und Fotografieren von wildlebenden Wölfen verbieten. | © Foto: Umweltministerium Hessen/Illustration

Hannover Niedersachsen will Füttern von Wölfen verbieten

Hannover. Das Land Niedersachsen will das Füttern und Fotografieren von wildlebenden Wölfen verbieten. Laut dem Umweltministerium soll eine entsprechende Verordnung noch in diesem Jahr beschlossen werden. "Das Wildtier Wolf hat eine natürliche Scheu vor dem Menschen und hält deshalb grundsätzlich Distanz", sagte Ministeriumssprecherin Lotta Cordes. Es werde aber von den Naturschutzbehörden immer wieder über Menschen berichtet, die versuchten, "aktiv Kontakt zu Wölfen aufzunehmen, indem sie wiederholt deren Nähe suchen, sie mit Futter ködern, um sie fotografieren oder möglicherweise sogar körperlich kontaktieren zu können", sagte Cordes. "Dieses Verhalten kann dazu führen, dass die betroffenen Wölfe, vor allem Jungtiere, ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren." Wölfe bleiben Wildtiere Es könne dann, wie die Vergangenheit gezeigt habe, dazu kommen, dass Wölfe sich dem Menschen aktiv annäherten. "Um dieser provozierten Entwicklung von Wölfen und damit einer möglichen Gefährdung von Menschen frühzeitig entgegenzuwirken, soll es unterbunden werden, Wölfe durch Anlocken und Füttern an den Menschen zu gewöhnen", sagte Cordes weiter. Dies soll mit der Verordnung erreicht werden. Bei Verstößen drohe dann ein Bußgeld. Spätestens seit im Juli 2014 mehrere Wolfsrudel in Niedersachsen nachgewiesen wurde, erwartet auch NRW die Rückkehr der Wölfe. Bereits seit 2009 wurden vereinzelt Wölfe in NRW nachgewiesen. Bisher handelt es sich um durchziehende Einzeltiere und noch nicht um sesshafte Wölfe. Insgesamt gab es seit 2009 37 Wolfsnachweise, zuletzt am 8. Juli auf dem Truppenübungsplatz Senne.

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