Bielefeld. Vor allem an schwülen Sommertagen schwirren sie in den Küchen und Wohnungen herum und können eine richtige Plage sein: Die Fruchtfliegen. Die kleinen braunen Tierchen, die auch Tau-, Essig- oder Obstfliegen genannt werden, mögen Obst, Wein, Bier, Essig und Fruchtsäfte besonders gerne und halten sich dementsprechend auch am liebsten dort auf.
Gefährlich für den Menschen sind sie zwar nicht, aber dennoch sehr unappetitlich. Sie befallen unsere Lebensmittel, was diese schneller gammeln lässt. Ein Überblick, was die Tierchen anlockt und wie man sie loswerden kann.
Wie entstehen Fruchtfliegen?
Bereits beim Einkauf holt man sich die winzigen Insekten ins Haus, da auf dem Obst bereits Eier der Fruchtfliegen sitzen können und nur noch schlüpfen müssen. Kurze Zeit später brüten sie erneut. So vermehren sich die Tierchen im Handumdrehen.
Was zieht Fruchtfliegen an?
Auch über das gekippte Fenster gelangen Fruchtfliegen in die Küche. Sie werden vor allem von den Gerüchen reifer Früchte, Essig, süßen Getränken oder Küchen- und Obstresten angelockt. Sogar durch den Abfluss der Spüle können die Obstfliegen hereinkommen.
Welche Hausmittel helfen gegen Fruchtfliegen?
Aus vier Zutaten lässt sich ganz schnell eine eigene Fruchtfliegenfalle bauen, um die Plagegeister loszuwerden. Dazu einfach Essig, Fruchtsaft und Wasser in einer kleinen Schale vermischen und einen Tropfen Spülmittel dazugeben. Die Fruchtfliegen werden von den Gerüchen angelockt und ertrinken in dem Gemisch, da das Spülmittel die Oberflächenspannung zerstört. Alternativ helfen auch zwei Tabletten Gebissreiniger, die in Wasser aufgelöst einen ähnlichen Effekt haben.
Auch Gurkenwasser kann bei der Bekämpfung der Fruchtfliegen hilfreich sein. Dazu ein Glas mit dem Sud neben die Obstschale stellen und kleine Löcher in den Deckel bohren: Fertig ist die Fruchtfliegenfalle.
Woher bekomme ich Fruchtfliegenfallen?
Um den Befall loszuwerden, wird man auch im Handel, beispielsweise Drogerien, fündig. Auch diese Fruchtfliegenfallen nutzen Gerüche, um die Tierchen anzulocken.
Die Fruchtfliegen bleiben schließlich an einem Klebestreifen hängen. Alternativ können hier auch Klebestreifen erworben werden, die neben dem Obstkorb platziert werden müssen.
Wie beuge ich einer Fruchtfliegen-Plage vor?
Um die Plagegeister gar nicht erst anzulocken, sollte auf ein paar Dinge geachtet werden. Alle Tipps im Überblick:
- Tipp 1: Der Bioabfall sollte regelmäßig entsorgt werden. Wenn möglich nicht im Haus, sondern in einem geschlossenen Behälter draußen aufbewahren.
- Tipp 2: Die Wohnung sollte regelmäßig gelüftet werden, damit die Fruchtfliegen auch wieder den Weg nach draußen finden und der Geruch vom Obst verschwindet.
- Tipp 3: Arbeitsflächen in der Küche sollten sorgfältig gereinigt werden.
- Tipp 4: Wein-, Bier- und Saftgläser direkt abspülen.
- Tipp 5: Obst nur in geringen Mengen kaufen und wenn möglich im Kühlschrank aufbewahren oder abdecken.
- Tipp 6: Um zu verhindern, dass die Fruchtfliegen durch den Abfluss ins Innere des Hauses gelangen, sollte regelmäßig kochendes Wasser hineingeschüttet werden. Denn auch hier können die Tierchen brüten.
Wie können Pflanzen gegen Fruchtfliegen helfen?
Auch eine fleischfressende Pflanze kann helfen, eine Fruchtfliegenplage zu beenden. Die Insekten bleiben an der Pflanze kleben und werden von ihr verdaut. Ein Beispiel hierfür ist das Fettkraut.
Wie lange leben Fruchtfliegen?
Fruchtfliegen haben eine recht kurze Lebensdauer von etwa 24 Stunden. Wenn also alle Lebensmittel abgedeckt sind und aus dem Abfluss oder durch das Fenster keine neuen Fliegen kommen, sollte sich der Befall innerhalb eines Tages erledigt haben.
Verwechslungsgefahr mit der Trauermücke
Wie die Fruchtfliegen, sind auch die Trauermücken nur wenige Millimeter groß und können eine echte Plage sein. Daher werden sie auch häufig miteinander verwechselt. Aber es gibt Unterschiede. Trauermücken halten sich fast ausschließlich in der Nähe von Pflanzen und Kompost auf. Sie sind tiefschwarz, die Larven sind glasig grau.
Fruchtfliegen sind dagegen deutlich heller und schwirren lieber – wie es der Name schon sagt - um leckeres Obst herum.