Singles treiben angeblich mehr Sport und bewegen sich häufiger an der frischen Luft. Wirklich? - © Unsplash CC0
Singles treiben angeblich mehr Sport und bewegen sich häufiger an der frischen Luft. Wirklich? | © Unsplash CC0

(Un)gesunder Single: Beziehungsstatus als Gesundheitsindikator?

Als Single lebt man angeblich gesünder. Das hört sich erstmal toll an. Doch lässt sich das überhaupt so pauschal sagen?

Karoline Langenkämper

Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich in einer Studie gelesen, dass Singles um einiges gesünder leben als Leute, die eine Beziehung führen. Die Studie kam zu dem Schluss, dass Singles generell einen gesünderen Lebensstil pflegen, da sie ja quasi ständig auf Partnersuche sind und sich dafür von ihrer besten Seite zeigen müssen. Deshalb treiben Singles regelmäßig Sport, essen ausgewogen und sind viel an der frischen Luft. Das berühmte Beziehungsbäuchlein Zugegeben habe ich auch schon bei dem ein oder anderen Freund und Bekannten festgestellt, dass er schwuppdiwupp ein kleines Bäuchlein bekommen hat, nur wenige Monate nachdem er eine neue Beziehung einging. Das nennt man dann wohl Beziehungsbäuchlein. Aber heißt das wirklich, das Singles gesünder leben und per se besser „in shape" sind? Ja, ich achte als Single auf mein Äußeres – das würde ich aber auch tun, wenn ich in einer Beziehung wäre. Ich gehe ins Fitnessstudio, versuche die fiesen Kohlenhydrate in meiner Ernährung einzuschränken und generell eher die Treppe als den Aufzug zu nehmen. Nach dieser Betrachtung passe ich absolut in das Schema der Studie. Das ist auch gern das Bild, das ich von mir gebe. Dabei lasse ich die kleinen Single–Ausrutscher allerdings nur allzu gern weg. Auch als Single gönnt man sich einige Gesundheitsausrutscher So gut ich auch auf meine Gesundheit und Fitness als Single aufzupassen versuche, so oft gibt es auch Ausnahmen. Die 500 ml Eis, die an einem einsamen Sonntag auf der Couch verdrückt werden. Die zu vielen Zigaretten am Abend, die man eigentlich gar nicht mag, aber mit dem Date raucht. Der unregelmäßige Schlaf, weil man jemanden bei einem Online–Datingportal kennengelernt hat und mit ihm die halbe Nacht durchchattet. Das alles würde ich auch nicht gerade als gesundheitsbewusst bezeichnen. Wie man es auch dreht und wendet, den Beziehungsstatus würde ich lieber nicht als Gesundheitsindikator bei mir heranziehen.

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