Das Treffen von Erdogan mit den Nationalspielern Özil und Gündogan sowie dem in England spielenden Cenk Tosun hatte hohe Wellen geschlagen. - © AFP
Das Treffen von Erdogan mit den Nationalspielern Özil und Gündogan sowie dem in England spielenden Cenk Tosun hatte hohe Wellen geschlagen. | © AFP

Bebra "Ziegenficker": SPD-Stadtrat tritt nach Beleidigung von Özil und Gündogan zurück

Bernd Holzhauer entschuldigt sich

Bebra (dpa). Wegen der Beleidigung von zwei Fußball-Nationalspielern hat in Osthessen ein SPD-Politiker sein Amt niedergelegt. Er trete als Erster Stadtrat der Stadt Bebra zurück, erklärte Bernd Holzhauer am Montag. Der Kommunalpolitiker hatte im Mai nach dem vielfach kritisierten Treffen der türkischstämmigen Fußballer Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf seinem privaten Facebook-Account zur WM-Auswahl geschrieben: „das vorläufige deutsche Aufgebot zur WM - 25 Deutsche und zwei Ziegenficker". Diese Äußerung sei sehr beleidigend gewesen, sagte Holzhauer und entschuldigte sich „bei allen, die darunter gelitten haben". Er habe in keiner Weise andere Menschen egal welcher Nationalität oder Herkunft beleidigen wollen. Der Post bei Facebook ist mittlerweile entfernt. Dennoch finden sich unter anderen Posts zahlreiche Beleidigungen und Gewaltandrohungen gegen den SPD-Politiker. Özil und Gündogan mussten infolge des Treffens zum Gespräch mit DFB-Teammanager Oliver Bierhoff, Präsident Reinhard Grindel und Bundestrainer Joachim Löw. Letzterer nimmt die beiden Spieler trotz aller Kritik mit zur Fußball-WM nach Russland.

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