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Immer mehr Deutsche greifen zur E-Zigarette. - © dpa
Immer mehr Deutsche greifen zur E-Zigarette. | © dpa

Aschaffenburg/Bielefeld Explodierte E-Zigaretten: Viele Unglücke sind vermeidbar

Kurzschlüsse der Akkus zählen zu den häufigen Ursachen

Tessa Rinkes
04.10.2017 | Stand 05.10.2017, 18:28 Uhr

Aschaffenburg/Bielefeld. Bei der Explosion des Akkus einer E-Zigarette ist ein Mann in Aschaffenburg kürzlich schwer verletzt worden. Der 29-Jährige habe die elektronische Zigarette in seiner Hosentasche gehabt, als diese explodierte, teilte die Polizei mit. Auslöser sei vermutlich ein Kurzschluss im Akku gewesen, wodurch der Mann Verbrennungen am Oberschenkel und an der Hand davontrug. Er wurde mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Der Unfall in Aschaffenburg ist kein Einzellfall. Im letzten Sommer beispielsweise löste der Akku einer E-Zigarette einen Wohnungsbrand in Höxter aus. Laut Ermittlern der Polizei sei das Feuer durch das Aufladen der Batterie entstanden. Der Schaden belief sich auf etwa 25.000 Euro. „Die handelsüblichen E-Zigaretten in Deutschland werden streng kontrolliert" Ebenfalls im letzten Jahr wurde ein 20-Jähriger in Köln schwer verletzt. Beim Ziehen an der E-Zigarette sei der Akku explodiert, berichtete die Polizei. Das Opfer trug schwere Schnitt- und Brandwunden davon und verlor mehrere Zähne. Auch in den weltweiten Social-Media-Kanälen werden immer wieder Videos von Explosionen einer E-Zigarette gezeigt. Laut des Verbands des E-Zigarettenhandels (VdeH) seien solche Unglücke in Deutschland vermeidbar und eher selten. „Die handelsüblichen E-Zigaretten in Deutschland werden streng kontrolliert", erklärt Philip Drögemüller, Pressesprecher des Verbands. Diese geprüften Zigaretten seien mit der CE-Kennzeichnung versehen, „von ungeprüften sollte man Abstand halten", rät der Sprecher des VdeH. Drögemüller erklärt weiter, dass Unglücke vor allem dann möglich seien, wenn E-Zigaretten falsch gehandhabt werden. Beispielsweise, wenn ein stärkerer Akku, auf dessen Leistung die E-Zigarette nicht ausgelegt ist, verwendet wird. Auch bei unsachgemäßer Lagerung des Akkus sei eine explosive Reaktion möglich. „Daher sollten Akkus in einem geeigneten Behälter gelagert werden", weiß Drögemüller.

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