In Frankfurt eröffnet im August die erste vegane Kita. Neben veganer Ernährung legt die Elterninitiative Wert auf Regionalität und Saisonalität. - © Symbolbild: picture alliance / ZB
In Frankfurt eröffnet im August die erste vegane Kita. Neben veganer Ernährung legt die Elterninitiative Wert auf Regionalität und Saisonalität. | © Symbolbild: picture alliance / ZB

Frankfurt Erste vegane Kita Deutschlands eröffnet in Frankfurt

Auch Zoo- und Bauernhofbesuche sind für die Kinder tabu

Annika Falk-Claußen

Frankfurt. Kein Fleisch, kein Käse, keine Eier oder Milch – in Frankfurt eröffnet die erste vegane Kita Deutschlands. In der Lokalpolitik sorgen die Planungen für Skepsis. Die Stadt hat das Gesundheitsamt informiert. Deutschlandweit gibt es schon einige „veganfreundliche" Kindertagesstätten, die Einrichtung „Mokita" in Frankfurt nennt sich nun selbst erste vegane Kita in Deutschland. Entstanden ist die Idee in einem veganen Café im Jahr 2013. Eltern, die auf der Suche nach einer Einrichtung mit veganer Ernährung waren, wurden nicht fündig und haben kurzerhand die Elterninitiative „Veggie-Kids" gegründet. Die Stadt Frankfurt unterstützt den privaten Träger mit einem "Sofortprogramm" finanziell. Im August soll die Kita mit insgesamt 40 Kindern in zwei Gruppen starten. Neben der veganen Ernährung soll auch Wert gelegt werden auf regionale und saisonale Zutaten. Auch Zoo- und Bauernhofbesuche soll es nicht geben. Die Kinder sollen Tiere nur in ihrem natürlichen Lebensraum kennen lernen, sagt Lucien Coy, Mitglied der Initiative im Interview mit „Aktion Pflanzenpower".  Studie begleitet die Kita Die Elterninitiative hat für die Kita extra einen Koch engagiert, der einen veganen Cateringservice betreibt. Lucien Coy berichtet von positiven Reaktionen im direkten Austausch. Doch vor allem im Netz schlage ihnen viel Skepsis entgegen. Viele sorgen sich um die ausgewogene Ernährung der Kinder. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, zitierte der FDP-Lokalpolitiker Stefan von Wangenheim in der Sitzung des Bildungsausschusses vor wenigen Tagen einen Ernährungswissenschaftler mit den Worten: „Man könnte das auch als Körperverletzung sehen." Man sei sich der Problematik einer veganen Ernährung von Kleinkindern bewusst, sagte die Bildungsdezernentin Sylvia Weber und wolle die Kita mit einer Studie des Gesundheitsamtes begleiten.

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