Gute Stimmung im Auto: Dafür können Eltern einiges tun. - © ADAC
Gute Stimmung im Auto: Dafür können Eltern einiges tun. | © ADAC

Bielefeld Reisezeit: Die besten Tipps für lange Autofahrten mit Kindern

Inklusive Raststätten-Liste mit Spielplätzen und Packliste zum Herunterladen

Anneke Quasdorf

Die Rechnung ist einfach: Zwei Erwachsene plus ein bis zwei Kinder, mindestens drei bis vier Stunden auf drei Quadratmetern eingepfercht, das macht? Richtig: Jede Menge Stress, Streit und Strapaze. Lange Autofahrten beinhalten alles, was Eltern im Normalfall meiden wie die Pest: Alle Mitglieder der Familie auf kleinstem Raum zusammenzuquetschen, ohne die kleinste Möglichkeit zur Flucht. Bei Autofahrten in den Urlaub lässt sich dieses Szenario aber nun mal nicht vermeiden. Und ich halte es auch für vollkommen realitätsfern, zu behaupten, dass es möglich ist, mit strahlender Laune an beiden Fronten, auf Vordersitzen und Rückbank, am Zielort anzukommen. Man kann aber zumindest versuchen, sich diesem Zustand anzunähern. Unser bestes Ergebnis bislang würde ich mit "Genervt, aber freundschaftlich" bezeichnen. Und diese Tricks und Planungen haben uns dabei sehr geholfen: Logistik Fast nichts stresst Eltern so sehr wie organisieren, packen und pünktlich loskommen. Das kollidiert leider aufs Blödeste damit, dass kleine Kinder überhaupt keine Vorstellungen von Zeit oder Fristen haben. (Mama! - Ich kann nicht! -MAMA! Guck mal! - Schatz, die Fähre geht in vier Stunden, wir müssen noch fertig packen und fahren und vielleicht ist unterwegs Stau... - Aber Mama, guck doch mal: Eine Schnecke!) Mit einer guten Planung (so sie denn möglich ist), lassen sich diese Szenarien gut vermeiden und alle können in Ruhe zusammen Schnecken angucken. Abends packen und beladen Wir sind tatsächlich dazu übergegangen, alles schon spätnachts ins Auto zu laden, wenn alle Zahnbürsten oder Einschlaf-Kuscheltiere in den Koffer können. Morgens kümmern wir uns dann nur noch um Proviant, das erleichtert vieles! Platz gut nutzen Wer schon mal von Bielefeld bis Hamburg Sachen nach hinten gereicht hat (Mama, Durst! - Papa, malen! - Mama, neues Buch! - Oh, runtergefallen), der weiß, wie sich ein steifer Hals anfühlt. Unsere Tochter sitzt deshalb auf langen Fahrten prinzipiell hinter dem Fahrersitz, damit der Beifahrer sie gut sehen und erreichen kann. Die wichtigsten Dinge haben wir in einer Utensilientasche untergebracht, die vor ihr am Sitz hängt und an die sie sich somit selbst nehmen kann (Trinkflasche, Pixiebücher, Schnuller, usw.) Bücher, Stifte, Papier, Spiele usw. haben wir, so lange sie so klein ist und so kurze Arme hat, immer vorn. So muss man sich während der Fahrt nicht verrenken, um Dinge hinten zu suchen, sondern muss sie nur angeben Pausenplanung Unsere mieseste Pause ever fand auf einer Raststätte im Norden statt, die leider keinen Spielplatz hatte. Das war deren Schuld. Unsere Schuld war, dass wir uns auf dem unübersichtlichen Gelände verfahren und die richtige Abbiegung zum Restaurantgebäude verpasst hatten. Umkehren ging nicht. Ergo wickelte ich unsere Tochter kurz vor der Auffahrt auf die Autobahn in der knallenden Sonne auf einem 20 Quadratmeter großen Fleck verbrannten Rasens zwischen 40 Lkws, die wegen der Klima-Anlage alle ihre Motoren laufen ließen. Schöner gings kaum. Um zumindest die richtigen Raststätten anfahren zu können, gibt es hier eine Karte, auf der Haltepunkte mit Spielplätzen entlang der wichtigsten Reiserouten aus OWL hinaus vermerkt sind: Entertainment-Hits Wenn keiner mehr Bock hat, zu singen, oder zu sehen, was die anderen nicht sehen, oder Sätze aus Kennzeichen-Buchstaben zu bilden, dann sorgen vielleicht diese Helferlein für Stille auf den nächsten 50 Kilometern:

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