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NW Baby April 2015

2 NW Baby Eltern können sich bei den Stadtteiltreffs austauschen und miteinander vernetzen. FOTO: KIWIBI/ISTOCK Baby Eine Beilage der Neuen Westfälischen Verantwortlich i.S.d.P.: Redaktion Thomas Seim Anzeigen: Michael-Joachim Appelt Realisation: NOW-Medien GmbH& Co. KG Redaktion: Patrick Schlütter (Ltg.), André Blickensdorf, Monika Dütmeyer, Leonie Molls Druck: J.D. Küster Nachf.+Presse-Druck GmbH&Co.KG, Industriestr. 20 33689 Bielefeld Offener Treff für Mütter und Väter in Bielefeld startet / Ehrenamtliche Begleiter gesucht ¥ Wer hat ein Rezept für Babybrei? Was für Lieder stehen auf der Hitliste der Kleinkinder? Und wer im Stadtteil hat gleichaltrigen Nachwuchs? Beim KiwiBI-Treff in Bielefeld können sich Eltern von Kindern bis drei Jahren austauschen und kennenlernen. Im Mai und Juni starten die offenen Treffs für Eltern in vielen Stadtteilen Bielefelds. Jessica Winkler, Projektkoordinatorin von der Freiwilligenakademie der AWO OWL, erklärt den Hintergrund: „Wir möchten eine Willkommenskultur in der Stadt Bielefeld etablieren.“ Die Treffs sind ein Baustein neben Willkommensbotinnen, die Familien mit Babys auf Wunsch besuchen, und Angeboten zur Nachbarschaftshilfe. „Einmal in der Woche können sich Mütter und Väter aus einem Stadtteil vormittags zusammenfinden, kennenlernen und austauschen“, sagt sie. Welche Themen dort im Mittelpunkt stehen, richtet sich nach den Wünschen der Teilnehmer. „Unser Ziel ist es in erster Linie, die Familien miteinander zu vernetzen.“ Jessica Winkler betont: „Es geht dort nicht um spezielle Problemfälle. Wir möchten mit dem Angebot alle Familien unterstützen und durch die Veranstaltungen Hilfe zur Selbsthilfe bei Alltagsfragen von Bürgern für Bürger ermöglichen.“ Ehrenamtlich engagierte Menschen aus Bielefeld, die auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen können, begleiten die Treffs. Als Willkommensbotin und Begleitung für Treffs engagiert sich auch Doris Vieten. Die 61- Jährige ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern und seit kurzem auch Großmutter. Durch ihr Enkelkind habe sie wieder gemerkt, wie beglückend der Umgang mit neuem Leben sei. „Gemeinsam mit der Möglichkeit, Familien durch eigene Erfahrungen unterstützen zu können, ist das für mich das ideale Ehrenamt.“ Vieten, die in ihrer kürzlich angetretenen Altersteilzeit nach einer neuen Herausforderung gesucht hat, wird in Schulungen, die mehrere Module umfassen, auf ihre Aufgabe vorbereitet. „Starke Kinder erwachsen durch starke Eltern “, sagt die ausgebildete Grundschullehrerin Vieten, die viele Jahre unterrichtet hat und im Umgang mit Kindern und Eltern vertraut ist. „Väter sind natürlich genauso willkommen“, ergänzt Jessica Winkler. Eltern können ihre Kinder zu den Treffs mitbringen oder auch alleine teilnehmen, falls der Nachwuchs vormittags beispielsweise im Kindergarten oder bei der Tagesmutter sei. Neben Themen wie Stillen, Spiele fürs Baby, Kleider- oder Spielzeugtausch bestehe durch die AWO auch die Möglichkeit, Fachreferenten zu Wunschthemen wie Babymassage oder Erste Hilfe einzuladen. Die Begleitung für die Treffs könne jeder übernehmen, der einen Bezug zu Familienthemen habe. Eigene Kinder seien keine Grundvoraussetzung, auch das Alter spiele keine entscheidende Rolle. „Das Spektrum bei unseren Freiwilligen reicht von Ende 30 bis über 70“, erklärt Winkler. Weitere Ehrenamtler, die geschult werden und von der AWO bei ihrer Tätigkeit begleitet und unterstützt werden, werden weiterhin gesucht. „Es ist keine Voraussetzung, aber sie dürfen gerne auch mehrsprachig sein.“ Die Treffs starten in den Stadtteilen, in denen viele Familien mit Kindern wohnen, so Winkler. Die Option, das Angebot auszuweiten, bestehe. Termine, Stadtteile und Orte werden sukzessive im Internet unter www.kiwibi.de bekannt gegeben. Interessierte können sich unter (05 21) 9 21 64 44 melden. Monika Dütmeyer „ Starke Kinder brauchen starke Eltern.“ Doris Vieten, Begleiterin der KiwiBi-Treffs Unterstützung aus der Nachbarschaft in einigen Stadtteilen ist in Planung ¥ KiwiBI steht für „Kinder willkommen in Bielefeld“. Das ist eine Initiative der Stadt, der AWO Freiwilligenakademie OWL und der Bundesinitiative „Frühe Hilfen“. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“ – so lautet ein afrikanisches Sprichwort. Auch für Eltern in der Großstadt Bielefeld soll es zukünftig mehr Nachbarschaftshilfe geben. Denn in den vergangenen Jahren sind die Erwartungen an Kindererziehung deutlich gestiegen, so KiwiBI. In den Medien gebe es eine Flut an Ratschlägen. Eltern bekommen Tipps, welche davon sie beherzigen sollen. Erziehung sei bunter und vielfältiger geworden, aber auch schwieriger. Mütter und Väter bräuchten ein nachbarschaftliches Umfeld, das ihre Freuden, aber auch Herausforderungen und Nöte bei der Erziehung teilt und sie unterstützt. Bausteine sind neben dem KiwiBI-Treff ehrenamtliche Willkommensbotinnen, die Eltern von Neugeborenen auf Wunsch zu Hause besuchen. Im Gepäck haben sie kleine Geschenke sowie Tipps und Infos rund ums Thema Baby. Weitere Angebote sind in Planung. Sie sollen Mütter und Väter in vielfältigen Bereichen unterstützen. (düt) Doris Vieten (l.) undJessicaWinkler.FOTO: DÜT


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