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NW Familie August 2015

8 Fit & Gesund ���������������� ���� ������������ Mit geschulten Kursleitern und in geeigneten Schwimmbädern wird Babyschwimmen zum gesunden Vergnügen ¥ Sie planschen und jauchzen: Für viele Kinder ist das Babyschwimmen ein Vergnügen. Aber kann man da auch was falsch machen? Und sind „schwimmende Babys“ wirklich öfter krank? Luuk kann übers Wasser krabbeln. Der elf Monate alte Junge robbt durch einen Tunnel, den der Schwimmtrainer aufs Wasser gelegt hat. Als er wieder in den Armen von Mama Johanna planscht, strahlt er übers ganze Gesicht. Luuk und Johanna Langer besuchen einen Babyschwimmkurs. Etliche Schwimmbäder bieten solche Kurse an. „Luuks erstesBadimKrankenhausmit drei Tagen hat er so genossen, da wollte ich ihm das weiter ermöglichen“, erzählt Johanna Langer. Sie findet, dass das Babyschwimmen Luuks Kraft und Koordination fördert – und es ermöglicht den Kontakt zu anderen Kindern. „Der Sinn des Babyschwimmens liegt im Spaß, den es allen Beteiligtenmachensoll“, sagt Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands. „Es fördert die Motorik der Kinder und gewöhnt sie an soziale Kontakte“, erklärt Hebamme Juliane Martinet. „Eltern dürften aber nicht erwarten, dass Kleinkinder dort Schwimmenlernen“,warntAxel Dietrich, Jugendbildungsreferent der Deutschen Schwimmjugend des Deutschen Schwimmverbands (DSV). Dazu seien die Kurse nicht gedacht. Erst im Alter von vier bis fünf Jahren sind die motorischen Fähigkeiten so entwickelt, dass Kinder schwimmen lernen können. Oft dürfen Eltern mit ihren BabyszumKurs,wenndiese drei Monate alt sind. Fegeler empfiehlt aber, erste Impfungen abzuwarten und nicht vor dem fünften Lebensmonat zu starten. Gut vorbereitet sind Babys, wenn sie zu Hause durch Baden an Wasser gewöhnt sind. In die Schwimmtasche gehören Schwimmwindeln, Handtücher, Babyshampoo, Bademantel und Wechselwindeln. „Je nach Badausstattung sollte eine Wickelunterlage dabei sein und Verpflegung“, sagt Dietrich. Wasserspielzeug und Auftriebshilfen hat in der Regel der Kursleiter. Vor dem Planschen sollte das Baby satt sein und eine Ruhepause gemacht haben, rät Hebamme Martinet. Sind alle umgezogen, geht’s ins Wasser – inklusive Eltern und Kursleiter. Langer: „Erst gewöhnen sich die Babys an die Situation, dann kommt der Lehrer und gibt uns Aufgaben.“ In ihrem Kurs wird Wasserspielzeug genutzt, ein schwimmender Tunnel und eine Gegenstromanlage, über die Luuk mit Hilfe des Lehrers in Mamas Arme „schwimmt“. Nach einer halben Stunde kommen alle schrumpelig und zufrieden aus dem Becken. Die Gruppe sollte übrigens aus höchstens acht Kindern bestehen. Weil Babys mit vielen neuen Gegebenheiten überfordert sind, sollte das Schwimmbad nicht zu groß sein. Da Kleinkinder schnell auskühlen, hat das Wasser mindestens 30, besser 33 Grad. Eltern müssen auf die Zeichen einer beginnenden Unterkühlung wie blasse oder bläuliche Haut an Lippen, Händen und Füßen achten. Entscheidend ist ein guter Kursleiter. Manchmal führen Hebammen den Kurs durch, mal Physiotherapeuten, Schwimmbadbetreiber oder Schwimmvereine. „Ein Schutz des Berufs fehlt bislang“, sagt Dietrich. Der DSV bietet ein Zertifikat für umfassend ausgebildete Lehrer. Die Preise sind unterschiedlich. Dietrich: „Durchschnittlich zehn Euro pro Kursstunde sollten eingeplant werden.“ Pauschale Urteile, nach denen Kinder, die Babyschwimmen gemacht haben, mehr Infekte hätten, weist der DSV zurück. Dietrich: „Überall, wo Menschen zusammenkommen, werden Bakterien und Viren übertragen.“ Er rät dazu, dass die Teilnehmer alle von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen haben – insbesondere gegen Rotaviren, eine der häufigsten Ursachen für Magen-Darm-Erkrankungen. Aus ärztlicher Sicht will Fegeler weder vom Babyschwimmen abraten, noch es empfehlen: „Die Eltern entscheiden.“ Brigitte Vordermayer ���������� ������ �������������������������� Johanna Langer fördert ihren Sohn Luuk auf spielerische Art im Wasser. FOTO: DPA „ Der Sinn liegt im Spaß, den es machen soll.“ Ulrich Fegeler, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte 30378501_000315 Das große NW-Tippspiel – mitmachen und gewinnen! Zeigen Sie Ihr Expertenwissen und tippen Sie ab jetzt jede Woche Mehr Infos unter: tippspiel.nw.de NEU Die 1. Bundesliga ab 14. August 2015 und bereits ab jetzt die Spiele des DSC Arminia Bielefeld und SC Paderborn


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