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NW Familie August 2015

Freizeit & Hobby 5 ���������������� ������������������������ Standort, Skizze, Befestigung: Tipps für den sicheren Baumhaus-Bau ¥ Der Rückzugsort und Geheimtreff zwischen raschelnden Blättern hat für Kids eine magische Anziehungskraft: Ein eigenes Baumhaus – das ist der Traum vieler Kinder. Baumhäuser haben eine lange Kultur in der Menschheitsgeschichte“, sagt der Architekt Andreas Wenning. Er entwirft Baumhäuser. „Einige unserer Vorfahren bauten schon vor vielen Jahrtausenden Behausungen in Bäume. Heute ist das Haus in den Wipfeln Synonym für Abenteuer, Romantik und Freiheit.“ Der Bau ist aber kein Kinderspiel, sagt Susanne Woelk von der Aktion „Das Sichere Haus“. „Über ein gewisses handwerkliches Geschick sollte der Bauherr schon verfügen“. Hier sind Tipps für Heimwerker. Standortwahl: „Der Baum muss sich in einem vitalen und sicheren Zustand befinden“, erklärt Wenning. Er darf kein totes Holz, Pilzbefall und Fäuleschäden haben. „Direkte Hinweise sind etwa Rissbildungen, offene Fäule, durch die sich die Außenwand des Stamms auflöst, Versorgungsschatten und deutliche Rinnen im Stamm.“ Bestimmte Arten eignen sich auch besser als andere: „Eichen, Linden oder große Apfeloder Birnenbäume sind zu bevorzugen“, sagt Woelk. „Wenn der Stamm in einem Meter Höhe einen Umfang von etwa 80 Zentimeter hat, ist er ideal“, ergänzt Michael Pommer, Trainer an der DIY-Academy. Sollte das nicht der Fall sein, stützen am besten Stelzen das Baumhaus nach unten hin ab. Planskizze: Wo wird die Grundplatte, die als Fußboden dient, positioniert? Pommer empfiehlt, die Bodenplatte in Rautenform um den Stamm herum zu konstruieren. Möglich ist, das Baumhaus in eine Astgabelung zu setzen, wenn diese nicht zu hoch ist. „Eine Höhe von zwei Metern ist gut, wesentlich höher sollte es nicht werden.“ Am einfachsten ist es, die Konstruktion am Boden vorzumontieren. Woelk: „Dazu werden die Abstände zwischen den Ästen ausgemessen und das Holz passend zugeschnitten.“ Material: Für Grundplatte und Aufbauten eignen sich Harthölzer wie Eiche oder Buche. Pommer: „Sie sind sehr robust und verrotten schlecht.“ Für den Rahmen empfehlen sich dicke, imprägnierte Kanthölzer, die mit Querverstrebungen im Abstand von maximal 60 Zentimetern stabilisiert werden. Pommer rät zu hochwertigen Edelstahlschrauben. Steht das Grundgerüst, wird der Dielenboden verlegt und mit der Unterkonstruktion verschraubt. Alternativen sind Sperrholzplatten. Befestigung: Die Bodenkonstruktion wird im Geäst so fixiert, dass der Baum beweglich bleibt und weiterwachsen kann. Pommer: „Die Konstruktion wird mit Edelstahlseilen oder belastbaren Spannseilen in den Baum gehängt.“ Diese werden in Stamm- oder Astgabeln angebracht, deren Äste einen Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern haben, ergänzt Wenning. Sind doch Schrauben im Baum notwendig, sollten es möglichst wenige sein. Wenning: „Ich rate, das nur bei Nadelhölzern zu tun, die durch ihr Harz die Entstehung von Fäule im Stamm verhindern.“ Alternativ empfiehlt Pommer die Absicherung der Plattform durch eine zweite kleinere und rautenförmige Plattform darunter. „Mit Pfosten von Ecke zu Ecke werden die Plattformen miteinander verbunden und so Gewicht von der oberen abgenommen.“ Hausbau: Die Wände bestehen aus Brettern, Sperrholz oder Segeltuch. „Wer Holz wählt, montiert die Wände am Boden vor und zieht sie dann hoch“, rät Pommer. Ein Dach schützt vor Sonne und Regen. Damit Wasser abfließen kann,musses leicht geneigt sein und überstehen. Aufstieg: Treppen und Leitern brauchen einen Sprossenabstand von 25 bis 28 Zentimetern. „Sind sie zu dicht gesetzt, können die Kinder dazwischen stecken bleiben“, erklärt Expertin Susanne Woelk. Sind sie zu weit, wird der Aufstieg gefährlich. Geländer sollten mehr als hüfthoch sein, am besten etwa 75 Zentimeter. „Die Latten stehen wiederum weniger als 9 Zentimeter auseinander, damit die Kleinen nicht mit dem Kopf darin stecken bleiben können.“ Eine 20 Zentimeter dicke Sandschicht oder Rindenmulch am Boden mildert einen Sturz vom Baum ab. Michael Pommer favorisiert Fallschutzmatten. „Das sind Gummimatten, etwa fünf Zentimeter dick, gefertigt aus geschredderten Autoreifen.“ Jana Illhardt ���������������������� ������ �������������� Nach Baumschutz- und Bauordnung erkundigen ¥ Hier toben Ritterkämpfe, Robin-Hood-Fantasien werden ausgelebt und Geheimnisse ausgetauscht: Ein Baumhaus ist ein Versteck, Rückzugsort und Platz für Abenteuer für die Kinder. So bauen Eltern das kleine Versteck hoch oben in der Baumkrone. Eine Genehmigung braucht das Bauvorhaben meist nicht, wenn das Haus nicht dauerhaft bewohnt wird. Michael Pommer von der DIY-Academy empfiehlt dennoch, sich bei der ������������������ Spaß mit Mama. zuständigen Behörde nach der Baumschutz- und Bauordnung zu erkundigen. „Außerdem sollte die Erlaubnis des Nachbarn eingeholt werden, wenn der Baum grenznah steht.“ dpa ������������������ ���� �������������� Die Wände von Baumhäusern bestehen aus festen Brettern. FOTOS: DPA Sommer – Sonne – SonnenPartner® Garten-Strandkörbe & Gartenmöbel Über 100 Strandkörbe, 130 Gartenmöbelgruppen und 60 Grills in unserer Ausstellung, Sonnenschirme und vieles mehr Über 100 Strandkörbe aus eigener Fertigung in unserer Ausstellung Laufend Schnäppchen & Sonderangebote Der weiteste Weg lohnt sich Grills & Grill-Seminare Grill-Seminare! 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