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GERRY WEBER OPEN Brown bringt einen Hauch von Jamaika

Dustin Brown startet ins Turnier gegen Philipp Kohlschreiber

11.06.2012 | Stand 11.06.2012, 12:57 Uhr
Dustin Brown bereitet sich auf sein Auftaktspiel vor. - © FOTO: WEISCHE
Dustin Brown bereitet sich auf sein Auftaktspiel vor. | © FOTO: WEISCHE

Halle (fus). Ralf Weber hat eine Vorliebe für deutsche Spieler. So überrascht es nicht, dass der Haller Turnierdirektor nach der verletzungsbedingten Absage des Japaners Kei Nishikori dem letztjährigen Finalisten Philipp Petzschner (ATP 98) und "Rasta-Mann" Dustin Brown (ATP 163) den Weg ins Hauptfeld ebnet. Damit sind jetzt neun deutsche Spieler im GWO-Tableau 2012 vertreten. "Unsere Spieler fühlen sich bei uns sehr wohl und sie können so mit besonderem Selbstbewusstsein in ihre Matches gehen", meint Weber.

Kei Nishikori hingegen muss auf seinen geplanten Start in Halle verzichten. Der 22-Jährige zog sich beim ATP-Turnier in Barcelona eine Bauchmuskelzerrung zu, verzichtete bereits auf einen Start bei den French Open und hat sich noch nicht vollständig erholt. Aufgrund dieser Absage rückte Cedrik-Marcel Stebe (ATP 91), der ursprünglich die zweite Wild Card erhalten hatte, direkt ins Hauptfeld, so dass mit Petzschner und Brown mindestens acht deutsche Tennisspieler in der ersten Runde stehen.

Für Petzschner ist es bereits die fünfte Teilnahme in der Lindenstadt und der Pulheimer konnte sich seit seinem ersten Auftritt in 2008 kontinuierlich steigern. Bei seiner Premiere unterlag er noch in seiner Auftaktpartie, erreichte im Jahr darauf das Achtelfinale, zog 2009 ins Halbfinale ein und spielte sich 2011 sogar ins Finale gegen seinen Davis Cup-Kollegen Philipp Kohlschreiber.

Erstrunden-Niederlage beim Debüt 2011

Dort allerdings stoppte ihn eine Rückenverletzung. Petzschner hatte sich nach dem verlorenen ersten Satz minutenlang behandeln lassen müssen, konnte dann aber nach dem zweiten Spiel im zweiten Durchgang nicht mehr weiterspielen. "Das war wirklich schade, aber ich freue mich wieder auf Halle und hoffe meine gute Leistungen aus 2011 erneut bestätigen zu können", sagt der Daviscup-Spieler, der in der Auftaktrunde mit Aufschlagriese Milos Raonic (Australien) aber kein leichtes Los erwischt hat .

Dustin Brown, der wie die jüngere Ausgabe von Reggae-Legende Bob Marley aussieht, versucht seine sportliche Bilanz aufzupolieren. Bei seinem Debüt 2011 unterlag er in Runde eins und daher wünscht sich der flippige Halb-Jamaikaner ein Weiterkommen. "Es ist toll, dass ich im Hauptfeld spiele", meint Brown und hoffte auf die Auslosung. "Vielleicht habe ich ja Glück und bekomme einen Gegner zugelost, der schlagbar ist", sagt Brown augenzwinkernd mit Blick auf ein mögliches Duell gegen die Weltstars Rafael Nadal und Roger Federer. Zum Auftakt heute ist es "nur" Titelverteidiger Philipp Kohlschreiber geworden, aber Nadal wartet im Viertelfinale.

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