Eis-Duo - © Foto: Peter Kneffel
Aljona Savchenko und Bruno Massot bei der Kurzkür. | © Foto: Peter Kneffel

Nach Kurzkür Deutsches Eiskunstlauf-Team mit Savchenko/Massot Achte

Pyeongchang - Trotz der WM-Zweiten Aljona Savchenko und Bruno Massot hat es für die deutsche Mannschaft zum Auftakt des im olympischen Teamwettbewerbs der Eiskunstläufer nur zum achten Platz im Zwischenklassement gereicht.

Die Wahl-Oberstdorfer leisteten sich in Pyeongchang in der Kurzkür zum Lindy Hop «That Man» einen Sturz beim dreifachen Wurf-Flip. Zuvor hatte der deutsche Meister Paul Fentz sein Kurzprogramm verpatzt. Der 25 Jahre alte Berliner stürzte sowohl beim vierfachen Toeloop als auch beim dreifachen Axel. Die Gesamtführung übernahm Kanada vor den USA und Japan. Am Sonntag starten die Damen und die Eistänzer. Nur die besten fünf von zehn Teams dürfen im Finale ihre Küren zeigen. Die Medaillen werden am Montag vergeben.

Im Gegensatz zu Sotschi vor vier Jahren, als Savchenko mit ihrem Ex-Partner Robin Szolkowy den Mannschaftswettbewerb ausgelassen hatte, wollte sie mit Olympia-Debütant Massot unbedingt antreten. Beim Flip vermasselte die von Jetlag und Erkältung geplagte 34-Jährige den Anlauf. «Ich habe das mit dem Axel verwechselt. Da hat Schwung gefehlt, das darf nicht passieren», sagte Savchenko selbstkritisch. So wurden sie von den russischen Europameistern Jewgenia Tarasowa/Wladimir Morosow und den Kanadiern Meagan Duhamel/Eric Radford überholt.

Fentz interpretierte den Song «Wonderwall» von Paul Anka und blieb wegen der Stürze unter seinem Trainingsniveau. «Ich wollte Punkte für das Team holen. Aber ich hatte keinen Arsch in der Hose», sagte der Bundeswehrsoldat. Er habe sich gut gefühlt, sogar beim morgendlichen Training um sechs Uhr Ortszeit. Auch an den kurz vor den Winterspielen in Südkorea ausgetauschten Schlittschuhen habe es nicht gelegen. In Führung ging Japan durch den 20 Jahre alten Shoma Uno vor dem Israeli Alexei Bychenko und Patrick Chan aus Kanada. «Es war die Generalprobe für mich. Eigentlich kann ich's ja», meinte Fentz.

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«Ich weiß, dass es besser geht, damit kann man nicht zufrieden sein», sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union. «Paul ist nicht stabil, unter Stressbelastung wird es schwer für ihn.» Fentz wollte sich nach dem schlechten Start bei der Eröffnungsfeier am Abend aufmuntern.

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