Renato Sanches - © Foto: Peter Kneffel
Der AC Mailand hat Interesse an Bayerns Renato Sanches. | © Foto: Peter Kneffel

Asienreise des FC Bayern Milan-Interesse an Sanches - Kein Lewandowski-Ersatz

München - Der portugiesische Fußball-Europameister Renato Sanches bleibt beim FC Bayern München ein heißer Wechselkandidat.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bestätigte zum Auftakt der Asienreise des deutschen Rekordmeisters ein Interesse des AC Mailand an einer Ausleihe des 19 Jahre alten Mittelfeldspielers. Die Vereine konnten sich aber in einem ersten Anlauf nicht einigen. Neben einem Leihgeschäft könnte sogar ein Verkauf von Sanches ein Thema werden.

«Wir sind nicht weitergekommen», sagte Rummenigge zu den Gesprächen nach einer Kontaktaufnahme seitens des AC Mailand vor wenigen Tagen. «Ich habe den Eindruck, der AC Milan ist nicht bereit, zumindest die wirtschaftlichen Forderungen, die wir haben, zu erfüllen. Und solange wird sich da auch nichts tun», äußerte Bayern-Chef Rummenigge vor dem Abflug der Münchner Mannschaft nach Shanghai.

Der als Ausnahmetalent gehandelte Sanches war vor einem Jahr für die beachtliche Ablöse von 35 Millionen Euro von Benfica Lissabon zum FC Bayern gewechselt. In der ersten Saison kam er in der Bundesliga nur auf 17 Einsätze, die meisten davon als Einwechselspieler. Sein Vertrag in München läuft noch langfristig bis zum 30. Juni 2021.

Auf der Asienreise steht Sanches unter besonderer Beobachtung. Er soll sich in den hochkarätigen Testspielen gegen den FC Chelsea, FC Arsenal, Inter Mailand und den an ihm interessierten AC Mailand empfehlen. Sanches wurde direkt nach seinem Urlaub mitgenommen, «um in den Spielen seine Qualitäten zu zeigen», wie Rummenigge sagte.

Eine Entscheidung über die Zukunft des Jungprofis muss bis zum Ende der Transferfrist am 31. August fallen. «Wenn wir der Meinung sind, er kommt bei uns nicht auf ausreichend Minuten, dann sind wir bereit, ihn auszuleihen oder im Zweifelsfall auch abzugeben. Er ist ein Spieler, der jetzt kontinuierlich Fußball spielen muss», äußerte Rummenigge.

Nach der Verpflichtung von WM-Torschützenkönig James Rodríguez für die Offensive sieht der FC Bayern München keinen Bedarf für einen echten Ersatzmann für Mittelstürmer Robert Lewandowski. Im Kader fehle kein Backup für den Mittelstürmer, erklärte Rummenigge.

«Wir sind uns da mit dem Trainer einig, dass wir da nichts machen wollen», sagte der Vorstandsvorsitzende. «Robert macht pro Jahr 90 bis 95 Prozent aller Spiele», erläuterte der Bayern-Chef. Wenn der polnische Weltklasseangreifer dann mal zwei, drei Spiele nicht zur Verfügung stehe, sei das nicht weiter problematisch. Zudem gebe es keinen Stürmer mit großer Qualität, der sich für zwei, drei Einsätze in der Saison das übrige Jahr auf die Ersatzbank setze.

Aus Sicht der Vereinsführung verfügt der Rekordmeister in seinem Kader zudem in Nationalspieler Thomas Müller über einen Spieler, der Lewandowski im Bedarfsfall ersetzen könne. «Ich möchte daran erinnern, dass die deutsche Nationalmannschaft auf dieser Position mit Thomas Müller 2014 immerhin Weltmeister geworden ist», begründete Rummenigge. Der 27-jährige Müller sei eine «echte Alternative» zum ein Jahr älteren Lewandowski.

Der für zwei Jahre von Real Madrid ausgeliehene Kolumbianer James (26) kann in der Offensive auf allen Positionen hinter der zentralen Spitze eingesetzt werden.

Links zum Thema
Spielplan FC Bayern
Kader FC Bayern
FCB-Termine in der Saisonvorbereitung
International Champions Cup
Daten und Fakten zu Renato Sanches

Copyright © Neue Westfälische 2017
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2017
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group