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Die Eisbären Berlin bezwangen die Adler Mannheim mit 4:3 nach Verlängerung. | © Foto: Soeren Stache

Spannendes Viertelfinale DEL: Berlin, Köln und Nürnberg erzwingen Spiel sieben

Berlin - In den Viertelfinal-Duellen um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gibt es gleich drei Entscheidungsspiele. Der achtmalige Champion Köln, DEL-Rekordmeister Berlin und der Hauptrunden-Dritte Nürnberg retteten sich mit Erfolgen in siebte Duelle.

Ihre Rivalen Wolfsburg, Mannheim und Augsburg vergaben jeweils die Chance auf den vorzeitigen Einzug in das Halbfinale. Erst am Dienstag wird damit in diesen drei Serien die Entscheidung fallen. Nach sechs Partien steht es jeweils 3:3. Nur Titelverteidiger EHC Red Bull München steht bereits als Vorschlussrunden-Teilnehmer fest und wartet auf seinen Gegner.

Die Kölner Haie mit Nationalverteidiger Christian Ehrhoff zitterten sich zu einem knappen 1:0 (0:0, 0:0, 1:0) bei den Grizzlys Wolfsburg und wendeten nach einem 1:3 in der Serie zum zweiten Mal den K.o. ab. Shawn Lalonde ließ den Hauptrunden-Vierten fünf Minuten vor dem Ende mit dem Treffer in doppelter Überzahl jubeln. «Wir waren jetzt wirklich der Underdog», sagte Nationalverteidiger Moritz Müller bei telekomeishockey.de und blickte auf das abschließende Duell in Köln voraus: «Wir brennen. So ein Spiel ist immer 50:50.»

Mit einem dramatischen 4:3 (3:0, 0:2, 0:1) nach einem Verlängerungskrimi gegen Titel-Mitfavorit Mannheim bewahrte sich DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin die Möglichkeit, erstmals seit 2013 in die Runde der besten Vier einzuziehen. Mit 3:0 führten die Gastgeber, kassierten acht Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit aber noch den Ausgleich. Erst zu Beginn der dritten Overtime erlöste Nationalstürmer Marcel Noebels die Berliner von Trainer Uwe Krupp in der 101. Minute.

«Ich bin einfach nur froh, dass es geklappt hat. In der Overtime haben wir sehr gut gespielt», sagte Matchwinner Noebels. Die Eisbären brauchen nach der enttäuschenden Vorrunde für das Weiterkommen aber den ersten Auswärtssieg in ihrer Serie.

Nürnberg hat nach dem 3:0 (0:0, 1:0, 2:0) bei den Augsburger Panthern im abschließenden Viertelfinale wie Mannheim und Köln Heimrecht. Nationalstürmer Yasin Ehliz war mit einem Treffer in der 33. Minute und einem verwandelten Penalty in der Schlussphase entscheidender Spieler bei den Franken. Für Aufsehen sorgte, dass Nürnbergs Co-Trainer Mike Flanagan nach dem zweiten Drittel aufgebracht auf Panther-Coach Mike Stewart zuging. Stewart wollte anschließend darauf aber nicht näher eingehen.

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