So sieht's Rocker Hoffen auf ein Happy End

Karl Rocker über die aktuelle Lage beim SC Paderborn

Karl Rocker

Hallo, liebe Fans des SC Paderborn. Nun war es wieder mal so weit. Die Automatismen des modernen Fußballgeschäftes haben bei unserem Lieblingsverein zugeschlagen. Stefan Emmerling ist seit Sonntagvormittag Geschichte. Es übernimmt Steffen Baumgart. Doch kommt mit ihm auch die Wende in diesem bösen Märchen? Erleben wir alle doch noch das Happy End? Bleibt uns und unserem Verein der einmalige, direkte Absturz aus Liga eins in Liga vier erspart? Theoretisch ist noch alles möglich. Und wie ich es bereits vor einigen Wochen schon mal geäußert habe: So lange es rein rechnerisch möglich ist, glaubt ein Teil von mir an die Rettung. Doch der andere, der rationale Teil in mir, ist ziemlich skeptisch. Was ist denn eigentlich am Dienstag passiert? Klar sind wir in das Finale des Westfalenpokals eingezogen. Sicherlich gibt es im Pokal eigene Gesetze. Aber Hand aufs Herz: Darf sich so eine Mannschaft präsentieren, die unbedingt einen Abstieg verhindern will? Und das auch noch vor den Augen eines neuen Trainers? Gerade in diesem Spiel hätte jeder Spieler zeigen können, dass er brennt und einen unbedingten Siegeswillen in sich trägt. Doch dem war nicht so. Verunsicherung, mangelnde Disziplin, ja gar unprofessionelles Verhalten könnte man der Elf vom Dienstagabend vorwerfen. Mancheiner scheint den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen zu haben. Oder ist einigen Spielern sogar ein Abstieg recht? Ich möchte sicher niemandem etwas Böses unterstellen, muss aber leider zugeben, dass dieser Eindruck sich sehr stark bei mir aufdrängt. Wie geht es nun weiter? Ich hoffe, dass die Mannschaft den Worten des neuen Trainers auch Taten folgen lässt. Ich hoffe, dass die Protagonisten, bei denen wirklich deutlich die Lustlosigkeit zu erkennen ist, diesmal die Folgen ihres Handelns zu spüren bekommen. Ich hoffe am Samstag im Spiel gegen den guten Aufsteiger aus Lotte auf eine Elf auf dem Platz, die geradezu brennt. Ich möchte einen unbedingten Siegeswillen, eine neue Zielstrebigkeit und Kampf sehen. Und Herr Baumgart hat in meinen Augen Recht, wenn er beim Fußball von einem Kampfsport spricht. Ja. In dieser Tabellen- und Vereinssituation ist es ein Kampf. Ein Kampf um das Überleben. Ein Kampf gegen den Untergang. Ein Kampf gegen das Versinken in der Bedeutungslosigkeit. Denn viele Chancen hat unsere Mannschaft nicht mehr. Es sind bekanntlich nur noch fünf Spiele zu absolvieren. Und von diesen fünf Spielen müssen mindestens vier gewonnen werden. Lasst uns weiter hoffen. Lasst uns weiter unterstützen. Aber lasst uns auch weiterhin kritisch bleiben. Den letzten Appell möchte ich heute an unsere Spieler richten, in der Hoffnung, dass das der eine oder andere Spieler auch liest: Lasst den Sportclub nicht untergehen. Kämpft, wie ihr noch nie gekämpft habt. Rennt, wie ihr noch nie gerannt seid. Geht bitte über die Schmerzgrenzen hinaus. Denn wir Fans tun es Woche für Woche für euch. Lasst uns bitte im Stich! Auf geht’s Paderborner Jungs, kämpft und siegt für uns!

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