Willkommen zurück beim SC Paderborn!

Das Verhältnis von Fans zu Ex-Spielern

Der frühere SCP-Stürmer Sören Brandy begrüßte bei seiner Rückkehr an die Pader mit dem MSV Duisburg Paderborns Torwart Lukas Kruse. - © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Der frühere SCP-Stürmer Sören Brandy begrüßte bei seiner Rückkehr an die Pader mit dem MSV Duisburg Paderborns Torwart Lukas Kruse. | © FOTO: MARC KÖPPELMANN
Rückkehr von Ex-Profis: 

Willkommen in Paderborn?! - © SCP-Blog
Rückkehr von Ex-Profis:
Willkommen in Paderborn?! | © SCP-Blog

Hallo Fans,

mein letztes Blogthema hat ja heftige Diskussionen ausgelöst. Vielen Dank euch allen für eure Beiträge.
Das neue Thema musste ich einfach mal ansprechen, weil es mich immer wieder nervt, wie ehemalige Spieler noch Jahre nach ihrem Wechsel ausgepfiffen werden, wenn sie an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren. Das betrifft ja nicht nur den SCP.

Anzeige

Eure Andrea
 

 
Es ist der 22. September 2012, auf der Südtribüne wird ein Banner hochgehalten auf dem "Willkommen zurück, Frank" steht. Gleichzeitig beklatscht und feiert ein Großteil des Paderborner Anhangs einen Spieler im Trikot des SV Sandhausen. Frank Löning, einstiger Paderborner Aufstiegsheld, ist zurück an seiner alten Wirkungsstädte. Eine ganz andere Reaktion der Fans am 21. Oktober im Spiel gegen den FC St. Pauli. Es ist die 80. Minute als Mahir Saglik für Ginczek eingewechselt wird. Sehr verhaltenes Klatschen von der West- und Osttribüne und laute Pfiffe von der Südtribüne begleiten die ersten Schritte des Paderborner Jungen in Diensten von St. Pauli.

Gespannt schaute ich in den letzten Wochen auf die Reaktion der Fans beim Wiedersehen mit den "Helden-Spielern" der vergangenen Rekordsaison. Sie blieb aus, da Verletzungen das Spielen von Florian Mohr, Sören Gonther und Enis Alushi unmöglich machten. Einer kehrte aber am Sonntag in seine alte Heimat nach Paderborn zurück: Sören Brandy, nun Spieler des MSV Duisburg.

Auch hier blieb eine Reaktion der Fans aus, da durch die Aktion "12:12 ohne Stimme-keine Stimmung" erst nach diesen 12 Minuten und 12 Sekunden im Stadion nicht mehr geschwiegen wurde. Vor dem Spiel hoffte Brandy im Gespräch mit mir noch auf Klatschen seitens der Paderborner Fans, da "ich mich immer sehr gut mit den Fans verstanden habe". Die Reaktion auf Mahir Saglik empfand der Neu-Duisburger als "sehr schade für ihn persönlich". Als möglichen Grund für Pfiffe gegen Ex-Spieler nennt er fehlendes Hintergrundwissen der Fans. Die wahren Gründe für einen Wechsel blieben eben doch oft im Verborgenen, so Brandy.

Gegenseitiger Respekt und Verständnis

Vielmehr wünscht sich Sören Brandy mehr Respekt im so schnelllebig gewordenen Sport Fußball. "Fans und Spieler sollten voreinander Respekt haben. Fans sollten Verständnis für einen Wechsel des Spielers haben, Spieler sollten für die positiven und negativen Reaktionen der Fans Verständnis haben".

Dieser Meinung möchte ich mich sehr gerne anschließen. Wie sehr wir Fans doch einige Spieler für ihre Entscheidung zu einem anderen Verein zu gehen verurteilen, ohne die wahren Gründe zu kennen. Wir lieben diesen Verein und können uns nicht vorstellen, warum ein Spieler den Club verlassen möchte. Dann suchen wir uns Argumente, um den Spieler schlecht zu machen. Paradebeispiel ist doch: "Der ist ja nur geldgeil". Abgesehen davon, dass es nicht immer stimmt, würde doch jeder von uns auch den Arbeitgeber wählen, bei dem man am Besten verdient, oder?

Viele ehemalige Spieler fühlen sich auch nach einem Wechsel immer noch mit ihrem Ex-Club sehr verbunden. Frank Löning verfolgt immer noch die Entwicklung des SCP. Auch Sören Brandy erzählte mir, dass er in dieser Saison schon drei Mal live in der Benteler-Arena war, um ein Spiel seiner alten Mannschaft zu sehen. Mit vielen Teamkollegen hat er noch Kontakt, mit Jens Wemmer sogar mehrmals am Tag. Im Gespräch machte er deutlich, dass es auch für ihn nicht einfach war, die Freunde in der SCP-Mannschaft zurückzulassen: "Der Zusammenhalt im Team war schon etwas Besonderes in Paderborn. Sören Gonther und Jens Wemmer habe ich schon am Anfang vermisst. Für meine persönliche Weiterentwicklung war der Wechsel nach Duisburg aber wichtig."

Ich finde es immer wieder schön, wenn ehemalige Spieler nach Paderborn zurückkommen. Es ist für mich interessant zu sehen, was aus Ihnen geworden ist. Auch wenn sie jetzt bei einem anderen Verein spielen, bleiben sie ein Teil der Paderborner Fußball-Geschichte. Immerhin habe ich doch mal mit ihnen gejubelt oder getrauert, als es darum ging Tore zu schießen und Punkte zu sammeln für den SCP.

Nun freue ich mich wieder über eure Beiträge!

Anzeige
Anzeige

Kommentare

Um Ihren Kommentar abzusenden, melden Sie sich bitte an.
Sollten Sie noch keinen Zugang besitzen, können Sie sich hier registrieren.

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken
  1. Unsere Texte können Sie nach wie vor in die sozialen Netzwerke (Facebook, Twitter und Google+) teilen oder direkt per E-Mail versenden.

  2. Um unsere Artikel kommentieren zu können, melden Sie sich bitte mit Ihren Zugangsdaten an. Falls Sie noch keine haben, können Sie sich direkt hier gratis registrieren. Unsere ePaper-Kunden geben stattdessen die Ihnen bekannten ePaper-Zugangsdaten ein.

    Sobald Sie angemeldet sind, steht Ihnen die Kommentarfunktion unter den Artikeln zur Verfügung. Geben Sie Ihren Kommentar in das Freifeld ein und klicken Sie auf "Kommentar abschicken". Wollen Sie bei einer Antwort auf Ihren Kommentar benachrichtigt werden, haken Sie den Kasten einfach an. Technisch bedingt kann es ein paar Minuten dauern, bis der Kommentar sichtbar ist.

    Bei den bereits veröffentlichten Kommentaren können Sie bei „Mouse over“ der rechten Seite entscheiden, ob Sie den Kommentar so gut finden, dass Sie ihm einen „Daumen hoch“ schicken wollen. Dann klicken Sie bitte auf den entsprechenden Button. Wollen Sie

  3. Bei den bereits veröffentlichten Kommentaren können Sie bei "Mouse over" der rechten Seite entscheiden, ob Sie den Kommentar so gut finden, dass Sie ihm einen "Daumen hoch" schicken wollen. Dann klicken Sie bitte auf den entsprechenden Button.

    Wollen Sie auf einen Kommentar antworten, nutzen Sie den zweiten Button.

    Haben Sie einen Kommentar gelesen, der Ihrer Ansicht nach nicht unseren Nutzungsbedingungen entspricht, können Sie diesen mit dem „Megaphon“-Button melden. Die Redaktion prüft den Kommentar und sperrt ihn gegebenenfalls.

Anzeige
Anzeige