Freud und Leid der Paderborner Nationalspieler

Allesfahrer-Blog: Was die Erfahrungen von Meha und Hofmann für den SCP bedeuten

Freud und Leid der Paderborner Nationalspieler - © SC Paderborn
Freud und Leid der Paderborner Nationalspieler | © SC Paderborn

Unterschiedlicher hätte die letzte Woche für die beiden Paderborner Nationalspieler nicht laufen können. Der eine verletzte sich noch vor dem Länderspiel, musste vorzeitig wieder nach Deutschland reisen und stand im SCP-Spiel gegen Aalen noch nicht einmal im Kader. Der Andere gehört zu Deutschlands talentiertesten Jungnationalspielern, schoss im Spiel der U20 das einzige Tor für die DFB-Elf und krönte seine Woche mit einem 1:0-Sieg beim Aufsteiger VfR Aalen. Freud und Leid von Alban Meha und Philipp Hofmann liegen seit einigen Wochen arg auseinander.

Alban Meha, Paderborns gefeierter Newcomer der letzten Saison steckt seit einiger Zeit in einer Formkrise. Zu Beginn dieser Saison lasteten große Erwartungen auf ihm, als bester Torschütze der Vorbereitungsspiele gingen alle Fans von einer weiteren glorreichen Spielzeit Mehas aus. Es folgten Spiele gegen Hertha, Bochum und Bielefeld mit guten Leistungen und der Einladung in die albanische Nationalmannschaft. Verein und Fans glaubten an einen stärkeren Meha als je zuvor und waren stolz auf seinen Nationalspieler, der außerdem den Vertrag beim SCP vorzeitig um weitere zwei Jahre bis 2015 verlängert hatte. Nach den ersten Länderspielausflügen mit Albanien verflog die Euphorie allerdings etwas, denn Meha fiel in ein Leistungsloch. Zuletzt traf er nicht mehr, durfte zwar gegen Kaiserslautern volle 90 Minuten spielen, blieb aber am Samstag verletzungsbedingt gleich in Paderborn.

Alban Meha (links) und Philipp Hofmann wollen mit dem SC Paderborn viel erreichen. - © FOTOS: MARC KÖPPELMANN / MONTAGE: JANA GEBING
Alban Meha (links) und Philipp Hofmann wollen mit dem SC Paderborn viel erreichen. | © FOTOS: MARC KÖPPELMANN / MONTAGE: JANA GEBING

Auf der anderen Seite steht Philipp Hofmann, Leihgabe von Schalke 04 und deutscher U20-Nationalspieler. Um Spielpraxis zu sammeln wurde er ausgeliehen. Praxis bekommt er jetzt beim SCP und bedankt sich regelmäßig mit Toren. Mit fünf Treffern ist Hofmann Top-Torschütze des Vereins und auch im Nationalmannschaftstrikot mit der Nummer 9 traf der Mittelstürmer in drei Spielen bereits zwei Mal. Die Spiele auf internationaler Bühne mit dem DFB scheinen dem 19-Jährigen richtig gut zu tun, denn in den darauf folgenden Ligaspielen klappte es meist mit einem Tor für den Verein. Bei Experten gilt er als wahrer Rohdiamant, dem eine Nationalmannschaftskarriere in Jogis Elf und auch die Huntelaar-Nachfolge bei S04 bevorstehen könnte.

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Nationalspieler positiv für den SCP

Was Meha und Hofmann verbindet, ist die gute fußballerische Technik. Der Albaner kann Ecken und Freistöße schießen, wie wohl kein Zweiter in der zweiten Liga. Hofmann dagegen hat eine hervorragende Ballbehandlung und -verwertung. Natürlich wird man Meha Zeit geben müssen, sich mit der Doppelbelastung zurecht zu finden. Er ist zwar keine 20 Jahre mehr, spielt aber erst seine zweite Saison im Profibereich. Eine kleine Formkrise ist da doch durchaus normal und seine Vertragsverlängerung sollte nicht als Fehler abgestempelt werden. Wenn er wieder gesund ist, wird er sich sicher einen Platz im Team erkämpfen.

Auch Philipp Hofmann wird bestimmt noch den einen oder anderen Treffer für den SCP erzielen. Natürlich ist es schade, wenn er den Verein am Ende der Saison wieder verlassen und zu Schalke zurück muss (Horst Heldt hat es ja schon angekündigt). Wir sollten aber dankbar dafür sein, dass so ein talentierter, gut ausgebildeter Spieler für ein Jahr für den SC Paderborn auf Torjagd gehen darf und uns so einige Punkte bescheren wird.

Grundsätzlich finde ich es sehr positiv für den SC Paderborn zwei Nationalspieler in den eigenen Reihen zu haben. Auf internationaler Bühne sammeln sie viele wertvolle Erfahrungen. Mit ihren Leistungen lenken sie nicht zuletzt Aufmerksamkeit und Anerkennung auf ihren Verein.

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