Enttäuschte Spieler nach der Partie in Osnabrück: Christian Strohdiek (l.) und Sebastian Heidinger (r.) - © Marc Koeppelmann
Enttäuschte Spieler nach der Partie in Osnabrück: Christian Strohdiek (l.) und Sebastian Heidinger (r.) | © Marc Koeppelmann

Andreas Allesfahrer-Blog Enttäuschung, Schmerz, Unglaube: "The loser has to fall"

Bitter ist der Abstieg des SC Paderborn - was Fans jetzt noch bleibt

Andrea Sahlmen

Hallo Fans, ich muss gestehen, dass es mir schwer fällt, heute die richtigen Worte zu finden. Zu sehr schmerzt dieser Abstieg in die Regionalliga in letzter Minute. In erster Linie ist da natürlich Enttäuschung. Schmerz. Unglaube. „The loser has to fall". Es fühlt sich an, als müsse der SCP sehen wo er bleibt. Bis dann, Andrea Am 7. Mai 2014 erschien mein Blog mit dem Titel „The winner takes it all". Der SC Paderborn stand zu diesem Zeitpunkt vor dem historischen Aufstieg in die Bundesliga, der wenig später Realität wurde. Seit diesem Moment verbinde ich dieses Lied mit dem Aufstieg, mit dem Glücksgefühl, der Gewinner zu sein. Meine Freundin Sarah, die ich in einigen Blogs erwähnt habe, verbindet allerdings seit jeher negative Emotionen mit dem Lied. In der unmittelbar folgenden Zeile heißt es schließlich: "The loser has to fall". Sie hat mich immer darauf hingewiesen: „Der Verlierer muss zusehen, wie er klar kommt." Mit dem Abstieg des SC Paderborn in die Regionalliga ist das Lied plötzlich wieder sehr präsent. Und ich kann ihre Gedanken mit einem Mal nachvollziehen. Verlierer muss sehen, wo er bleibt Die zweite Mannschaft von Werder Bremen ist der Gewinner. Der Klassenerhalt der Amateur-Mannschaft wird wohl für nicht mehr als ein Aufatmen in deren Reihen sorgen. Es werden weiter Talente für die Profis geschmiedet. Es geht weiter auf Platz 11 des Weserstadions - mit dem gleichen Personal, Spieler rücken nach, alles wie immer. Der Verlierer muss sehen, wo er bleibt. In diesem Fall ist es ein Verein, wo es um Existenzen geht. Auf und neben dem Platz. Viele Menschen werden ihren Job verlieren. Ob nun direkt beim Verein angestellt oder nur in zweiter Linie mit dem Verein verbunden. Die meisten Spieler werden wohl anderswo unter Vertrag kommen. Leid tut es mir für Spieler wie Aykut Soyak, der sich mit Händen und Füßen gegen den Abstieg gewehrt und an den Verein gebunden hat. Mir tut es leid für Markus Krösche, der in seinen wenigen Wochen zurück in Paderborn viel geleistet und doch sportlich alles verloren hat. Am meisten tut es mir aber für die vielen Fans leid, die Woche für Woche alles für diesen Verein gegeben haben und weiter geben wollen. Sie opfern Zeit und Geld für den SC Paderborn und am Ende wurden sie doch meistens enttäuscht. Hoffnung auf einen rundum erneuerten Verein Für diese Fans, die niemals aufgegeben haben und niemals aufgeben werden, wünsche ich mir, dass der Klub gerettet werden kann. Mit einem rundum erneuerten Verein ist es vielleicht möglich, den wichtigen Neuanfang zu meistern. Wie auch immer der aussehen wird, das weiß aktuell niemand. Meine Freundin Sarah sagt immer: „Alles ist für etwas gut." Ich versuche daran zu glauben und auch in dieser bitteren Stunde dran zu denken, dass der so bittere Abstieg in die Regionalliga für etwas gut ist. Und sei es ein kompletter Neuanfang. In dem Sinne sollten wir glauben und hoffen, dass es irgendwie weiter geht. Ich kann den SC Paderborn nicht aufgeben. Er ist ein Teil meines Lebens. Der SCP wird niemals untergehen.

realisiert durch evolver group