Roope Riski sorgte mit seinem 1:0-Führungstreffer im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt für neue Hoffnung. - © Marc Köppelmann
Roope Riski sorgte mit seinem 1:0-Führungstreffer im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt für neue Hoffnung. | © Marc Köppelmann

Andreas Allesfahrer-Blog Ein Funken Hoffnung ist beim SC Paderborn zurück

Der Trend des Drittligisten zeigt nach oben

Andrea Sahlmen

Hallo Fans, der Funken Hoffnung brennt wieder beim SC Paderborn. Am Samstag muss in Aalen allerdings bewiesen werden, dass der Heimsieg kein Strohfeuer, sondern der Aufbruch einer Aufholjagd ist. Schöne Ostern wünsche ich euch allen! Bis dann, Andrea "Totgesagte leben länger", ist ein viel zitiertes Sprichwort. Auf den SC Paderborn trifft das in den vergangenen Tagen durchaus zu. Der Trend des Drittligisten zeigt nach oben. Aber für Überheblichkeit und entspanntes Ausruhen ist keine Zeit. Mit dem Sieg gegen Frankfurt ist noch nichts gewonnen. Höchstens ein wenig Selbstbewusstsein, das einen Funken Hoffnung weiter brennen lässt. Wer vor der Englischen Woche noch Hoffnung auf einen Klassenverbleib des SCP hatte, galt unter vielen Fans als verblendet oder hatte die "blau-schwarze Brille" auf. In der Redaktion wurde ich für meinen Optimismus nur müde belächelt. Der SC Paderborn galt als untergegangen, die Hoffnung war dahin und was sollte überhaupt noch passieren, um das Ruder doch noch herum reißen zu können? Es folgte die 74. Minute im Spiel gegen Sonnenhof Großaspach, in der Christian Bickel seine Zunge verschluckte. Große Angst bei Mitspielern und Fans, der Fußball rückte in den Hintergrund. Das Spiel ging verloren. Doch ab sofort stand eine andere Mannschaft auf dem Platz. Ein Team, das zusammengerückt war und das füreinander kämpfte. In Halle war das so. Und im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt war das wieder so. Schlüsselmomente können für Wende sorgen Es scheint so, als hätte der SC Paderborn genau diesen Moment gebraucht. Einen Moment, in dem Fußball unwichtig wird und es um den Zusammenhalt geht. Wenn diese Basis stimmt, dann kann auch der sportliche Erfolg zurückkommen. Dieser kam am Samstag auch dank eines weiteren Schlüsselmoments zurück. Lukas Kruse hielt den Frankfurter Foulelfmeter und leitete den 3:0-Heimsieg damit ein. Anders als man denken könnte, war auch bei diesem Hohen Sieg nicht alles Gold. Haarsträubende Fehlpässe und technische Unzulänglichkeiten waren auch bei diesem Spiel keine Seltenheit, aber die kämpferische Basis steht. Gekämpft haben alle, hervorheben kann man neben dem erwähnten Lukas Kruse auch Marcus Piossek und Aykut Soyak, der an allen drei Treffern beteiligt war. Das Paderborner Eigengewächs zeigte auch in Halle schon eine starke Leistung, die er mit dem Führungstor krönte. Der maximale Erfolg der Paderborner in dieser Saison ist wie so oft in letzter Zeit der Klassenerhalt. Es sind noch sechs Endspiele und 18 Punkte werden vergeben. Der neu gewonnene Zusammenhalt des Teams gibt Hoffnung, dass ein Großteil dieser Punkte eingefahren werden kann. Das gestiegene Selbstbewusstsein einiger Profis ebenfalls. Vielleicht gibt es so erneut eine finale Schlacht an der Bremer Brücke. Auch das könnte Hoffnung auf den Klassenerhalt liefern.

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